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Ein- und Ausreisesperren bei steigenden Infektionszahlen

12:21
16.07.2020
Bund und Länder wollen künftig zielgenauer auf lokale Ausbrüche der Corona-Pandemie reagieren. Ein- und Ausreisesperren soll es geben können, wenn die Zahl der Infektionen weiter steigt oder es keine Gewissheit gibt, dass die Infektionsketten bereits unterbrochen sind, heißt es in einem Beschluss von Kanzleramtschef Helge Braun und der Staatskanzleichefs der Länder vom Donnerstag. «Diese Maßnahmen sollen zielgerichtet erfolgen und müssen sich nicht auf den gesamten Landkreis bzw. die gesamte kreisfreie Stadt beziehen (...).»

(dpa)

Deutlich geringere Spargelernte in BW

10:34
16.07.2020
Die Spargelbauer im Südwesten haben in diesem Jahr ein Viertel weniger Spargel geerntet als vergangenes Jahr. Den meisten Spargel- und auch Erdbeerbetrieben hätten wegen der Corona-Beschränkungen die Erntehelfer gefehlt, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte. Deshalb seien einzelne Flächen zum Teil gar nicht oder nur unvollständig abgeerntet worden. Laut den Statistikern wurden rund 8200 Tonnen Spargel gestochen - die Erntemenge lag damit um 26 Prozent niedriger als 2019.

Bei den Erdbeerbauern seien die Einbußen hingegen weniger schlimm gewesen, obwohl es in manchen Regionen Blütenfrost gegeben hatte. Nach vorläufigen Zahlen soll der Ertrag von Freilanderbeeren mit rund 10 Tonnen pro Hektar nur rund 3 Prozent niedriger ausfallen als im Vorjahr. Zusätzlich zu den Freilanderdbeeren stammten inzwischen große Mengen an heimischen Erdbeeren aus dem Folientunnel oder Gewächshäusern, hieß es beim Statistischen Landesamt. Da die Produktion weniger unter der Witterung leide, sei mit 15 Tonnen Ertrag pro Hektar zu rechnen.

(dpa/lsw)

Studie: Beschäftigte wünschen sich auch nach Corona weiter Homeoffice

10:33
16.07.2020
Ein Großteil der Beschäftigen in Deutschland wünscht sich laut einer Studie der Universität Konstanz auch über die Corona-Krise hinaus die Möglichkeit zum Arbeiten im Homeoffice. 56 Prozent der Befragten möchten in Zukunft zumindest teilweise von Zuhause aus arbeiten, schreiben die Autoren um den Wirtschaftswissenschaftler Florian Kunze in dem am Donnerstag veröffentlichten Papier. «Das Wunschmodell ist bei vielen Befragten eine ausbalancierte Mischung aus Homeoffice und Präsenztätigkeit.» Während 25 Prozent vollständig von Zuhause aus arbeiten wollen, gaben rund 42 Prozent an, zwei bis drei Tage pro Woche im Homeoffice zu bevorzugen.

Die Konstanzer Forscher befragten für ihre Untersuchung zwischen März und Mai rund 700 Menschen, die aktuell im Homeoffice arbeiten. Die Population der Befragten entsprechen demnach in Bezug auf Alter und Geschlecht dem Durchschnitt der deutschen Erwerbsbevölkerung.

Die Befragung habe auch gezeigt, dass die Heimarbeit das Büro zwar als sozialen Fixpunkt des Zusammentreffens und Austauschs nicht vollständig ablösen kann. Dennoch bringe sie viele Vorteile: Mehr als 45 Prozent der Befragten habe angegeben, dass sie im Homeoffice besser und effektiver arbeiten könnten als im Büro, heißt es in der Auswertung der Studie. Ein Nachteil sei dagegen ein höheres Maß an sozialer Isolation. «Im Durchschnitt fühlen sich – mit leichten Variationen über die Zeit – 20 Prozent der Befragten im Homeoffice einsam und sozial isoliert.» Allerdings müsse hier die zusätzliche private Isolierung durch Kontaktsperren berücksichtigt werden.

Auch auf Arbeitgeberseite dürfte das Homeoffice einer Studie zufolge über das Ende der Corona-Zeit hinaus an Bedeutung gewinnen und in vielen Unternehmen neue Normalität werden. Forscher des Stuttgarter Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und der Deutschen Gesellschaft für Personalführung haben dazu die Stimmung in rund 500 Unternehmen abgefragt. Ergebnis: Fast die Hälfte (42 Prozent) hat schon beschlossen, die Möglichkeiten, von zu Hause aus zu arbeiten, nach der Corona-Krise noch auszuweiten. Ein ebenso großer Anteil ist zwar noch unentschlossen, zurück zu weniger Homeoffice will aber kaum ein Unternehmen, hieß es in der kürzlich veröffentlichten Studie.

(dpa)

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