Letztes Update:
20201019123113

Drosten empfiehlt Kontakt-Tagebücher

17:10
01.09.2020
Um die Nachverfolgung von Corona-Infektionen zu erleichtern, hat der Berliner Virologe Christian Drosten dazu aufgerufen, Kontakt-Tagebücher zu führen. Nicht jeder sei bereit, die Corona-App zu nutzen. Es sei aber sinnvoll, sich jeweils abends zu notieren, wann man mit mehreren Menschen in einer Gruppe zusammen war, sagte Drosten am Dienstag in seinem ersten Podcast beim NDR nach der Sommerpause. Dies könne später die Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern erleichtern. Auch er selbst führe solch ein Tagebuch. Um gut über den Herbst zu kommen, sei die «maximale Kooperation des Großteils der Bevölkerung nötig», sagte Drosten.

«Da müssen nicht alle mitmachen, es werden nie alle mitmachen. Einige verstehen das nicht gut genug, andere sind in Fundamentalopposition. Vergessen wir das, es müssen nicht alle mitmachen, aber ein großer Teil. Schon wenn die Hälfte mitmacht, ist viel gewonnen», so Drosten. 

(dpa)

Steinmeier: Keine Spaltung der Gesellschaft durch Corona

16:50
01.09.2020
Trotz der teils gewaltsamen Demonstrationen gegen die Corona-Auflagen geht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nicht davon aus, dass die Gesellschaft durch die Pandemie gespalten wird. Man dürfe sich «nicht völlig verrückt machen lassen von dem, was wir da sehen», sagte er am Dienstag dem rbb-Sender Radioeins. Mit Blick auf die Umfragen betonte Steinmeier, dass 80 Prozent der Menschen «trotz aller Belastungen und trotz des Ärgers und obwohl der Mundschutz nervt, nach wie vor einverstanden sind mit den beschränkenden Maßnahmen.»

Der Blick auf die Corona-Krise verstärke allerdings «die Sicht auf die Spaltungen, die es vorher auch schon gab», ergänzte er. Dies führe mitunter zu Ablehnung und Empörung gegenüber Politik und Demokratie. «Das muss Politik ernst nehmen und vor allen Dingen immer wieder versuchen, Kontakt zu denjenigen zu halten, die noch erreichbar sind.»

(dpa)

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