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Lernbrücken - Nachhilfeprogramm für schwächere Schüler geht los

16:03
30.08.2020
Zwei Wochen vor Schulbeginn starten im Südwesten schwächere Schüler mit Nachhilfekursen in das neue Schuljahr. Die sogenannten Lernbrücken sollen auch Wissenslücken aus der Corona-Zeit schließen.

Bereits zwei Wochen vor Schulbeginn beginnen im Südwesten schwächere Schüler mit Nachhilfekursen für das neue Schuljahr. Die sogenannten Lernbrücken sollen von Montag an Wissenslücken aus der Corona-Zeit schließen. Unter anderem richtet sich das Angebot an Schüler, die während des coronabedingten Schulausfalls Probleme mit dem Unterricht zu Hause hatten, oder an diejenigen, die im vergangenen Schuljahr fast sitzengeblieben wären. Landesweit bekommen etwa 61 500 Kinder und Jugendliche die staatliche Nachhilfe.

An den allgemeinbildenden Schulen wie Grundschulen und Gymnasien sowie an Berufsschulen erklären in den kommenden zwei Wochen und landesweit 6550 Lehrer Mathe-Aufgaben und üben mit den Schülern die deutsche Grammatik. Die Lehrer erhalten für jede geleistete Zeitstunde 40 Euro. Täglich fallen für die Nachhilfeschüler vier Stunden mit jeweils 45 Minuten an - eine halbe Stunde wird als Pause angesetzt.

Gegen die Idee, Schüler in den Sommerferien zu fördern, spricht aus Sicht des Landesverbands der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nichts. Doch die Konzentration auf die Fächer Deutsch und Mathematik reiche nicht aus. Und Schüler, die bereits in der Vergangenheit nicht erreicht wurden, hätten in den Sommerferien kaum Interesse, Deutsch und Mathe zu büffeln. Auch die auf dem Land lebenden Kinder und Jugendliche könnten Probleme bekommen, wenn etwa Busse nicht führen.

(dpa/lsw)

Einbrecher in Corona-Monaten eher auf Abstand

08:05
30.08.2020
Die Corona-Krise der vergangenen Monate scheint auch den Einbrechern zu schaffen zu machen. Nach den vorläufigen Zahlen des Landeskriminalamtes (LKA) geht die Zahl der Wohnungseinbrüche auch im sechsten Jahr hintereinander zurück - und das liegt auch an Ausgangsbeschränkungen und anderen Auflagen.

Bei den Wohnungseinbrüchen sind die Zahlen nach ersten Einschätzungen des LKA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in den ersten sechs Monaten um rund 15 Prozent gesunken - das ist der tiefste Wert seit 2015. In der Unterkategorie der sogenannten Tageswohnungseinbrüche - das sind Taten zwischen 6.00 und 21.00 Uhr registrieren die Ermittler einen Rückgang um 10 Prozent. Noch deutlicher wird der Trend im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016: damals lag die Zahl der Wohnungseinbrüche um 55 Prozent über dem heutigen Niveau, bei den Einbrüchen am Tag sogar leicht über 60 Prozent.

"Der insgesamt deutliche Rückgang landesweit im ersten Halbjahr 2020 dürfte auf die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zurückzuführen sein", sagte ein Sprecher des LKA der Deutschen Presse-Agentur zur ersten Tendenz. Denn in den ersten drei Monaten dieses Jahres seien die Einbrecher noch ungefähr so aktiv gewesen wie im vergangenen Jahr, ab April setzte dann der deutliche Rückgang ein. Mit Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Verordnungen fehlte es nach Ansicht der Polizei zunehmend an Tatgelegenheit: Bewohner der vermeintlichen Ziele bleiben durch die Auflagen und das Arbeiten von zu Hause mehr daheim als sonst.

(dpa)

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