Letztes Update:
20201019123113

Grüne fordern bundesweit einheitliche Leitlinien für Corona-Regeln

14:44
24.08.2020
Die Grünen fordern in der Corona-Krise einheitliche Leitlinien von Bund und Ländern im Kampf gegen die Pandemie. Regionale Besonderheiten gebe es immer, sagte Grünen-Chefin Annalena Baerbock am Montag in Berlin. Aber es braucht gemeinsame Leitlinien zu Masken und wo die getragen werden, zu Teststrategien, Quarantäne-Bedingungen, Großveranstaltungen und Familienfeiern. Zudem brauche es «endlich ein Corona-Kinder-Paket», forderte Baerbock. Zu diesem müsse etwa gehören, dass in jeder Schule Lüftungsanlagen mit Filtern eingebaut würden, «damit Schulen auch gemeinsam durch den Herbst und durch den Winter kommen können».

Wenn es weiterhin ein Durcheinander gebe, gehe das Vertrauen in die Entscheidungen und Maßnahmen verloren, sagte Baerbock. Es sei fatal, Sicherheit zu suggerieren, wo man keine Sicherheit geben könne. Auch beim Bußgeldkatalog sei es «sinnvoll, wenn man da gemeinsam vorangeht». Die Menschen bräuchten Klarheit.

(dpa)

Graffiti auf dem Abstellgleis: Zahl der Taten durch Corona gestiegen

14:43
24.08.2020
In den Monaten der Pandemie sind die Graffiti-Sprayer häufiger unterwegs gewesen als zuvor: Während die Zahl der Straftaten an Bahnhöfen und an den Bundesgrenzen deutlich zurückgegangen ist, hat die Bundespolizei nach eigenen Angaben mehr Schmierereien vor allem an Zügen registriert. In Baden-Württemberg seien in den ersten sechs Monaten 1249 Anzeigen eingegangen, das seien rund 20 Prozent mehr Graffiti-Vergehen als im Vorjahreszeitraum, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei am Montag.

Laut «Stuttgarter Nachrichten» (Dienstag) gehen die Beamten davon aus, dass dies auf die Corona-Auflagen zurückzuführen ist. Es seien in dieser Zeit mehr Züge abgestellt worden, zum Beispiel an Endhaltestellen. Das habe die «Tatgelegenheiten zum Besprühen der Bahnen signifikant erhöht», zitiert die Zeitung die Polizei.

Den Schaden kann die Bahn nicht beziffern. Allerdings musste sie für die Graffiti-Beseitigung im Jahr 2018 nach eigenen Angaben 13
Millionen Euro investieren.

Während die Sprayer stärker unterwegs sind, ist im Bereich der Bahnhöfe und an den Bundesgrenzen die Zahl der Straftaten stark gesunken - um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zählten die Ermittler im ersten Halbjahr 2019 noch 26 815 Straftaten in ihrem Zuständigkeitsbereich, waren es in der ersten Hälfte dieses Jahres 20 646. Auch hier hatten das Coronavirus und die Einschränkungen nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei einen starken Einfluss, wie die «Stuttgarter Nachrichten» berichten.

(dpa/lsw)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen