Letztes Update:
20201019123113

Neue Corona-Regeln für Schlachthöfe im Land treten in Kraft

10:38
15.07.2020
Ab sofort müssen baden-württembergische Schlachtbetriebe ihre Mitarbeiter täglich auf mögliche Corona-Symptome hin überprüfen. Haben sie mehr als 100 Beschäftigte, muss die Belegschaft zwei Mal wöchentlich einen Test auf das Coronavirus machen. Das sieht die entsprechende Verordnung des Wirtschafts- und des Sozialministeriums vor. Die Regeln traten am Mittwoch in Kraft. Von den wöchentlichen Tests sind allerdings nicht viele Betriebe betroffen. Zwar gebe es im Land rund 900 Schlachtstätten, etwa auch Dorfmetzger mit eigener Schlachterei, aber nur drei große Schlachthöfe mit überregionalem Vertrieb, hieß es beim Wirtschaftsministerium.

Im Landkreis Schwäbisch Hall, der über seine Grenzen hinaus unter anderem für das schwäbisch-hällische Landschwein bekannt ist, hätten zwei Betriebe mehr als 100 Mitarbeiter, hieß es beim dortigen Landratsamt. Die Tests hätten bereits begonnen. Mit der Verordnung soll verhindert werden, dass sich weitere Schlachthöfe zu Corona-Hotspots entwickeln, wie es in letzter Zeit im In- und Ausland immer wieder vorgekommen war.

Mit regelmäßigen Tests in den größeren Betrieben habe man die Grundlage dafür geschaffen, frühzeitig Infektionsgeschehen zu entdecken, Infektionsketten zu unterbrechen und somit Beschäftigte und dadurch auch die Bevölkerung zu schützen, hatten das Wirtschafts- und das Sozialministerium mitgeteilt. Die Betriebe müssen unter anderem ein Hygienekonzept erstellen und beim Gesundheitsamt vorlegen. Außerdem gibt es Vorgaben zur regelmäßigen Reinigung und Wartung von Klima- und Lüftungsanlagen, zu Schutzmasken und Abstandsregeln.

(dpa/lsw)

Mallorcas Tourismus-Dezernent: Kein Corona-Ausbruch nach Exzessen

10:38
15.07.2020
Auf Mallorca gibt es offiziellen Angaben zufolge derzeit 128 aktive Corona-Fälle unter den rund eine Million Einwohnern. Die exzessiven Feiern von Touristen ohne Schutzmaßnahmen am vorigen Wochenende hätten nicht zu einem Corona-Ausbruch geführt, sagte Andreu Serra, Dezernatsleiter für Tourismus des Inselrates von Mallorca, am Mittwoch in Berlin. Dort ist die Urlaubsinsel beim Tennis-Einladungsturnier im Steffi-Graf-Stadion Werbepartner.

Serra sagte weiter, bei den Vorfällen in der Nacht zum Samstag habe es sich um isolierte Einzelfälle in zwei Straßen gehandelt. Die große Mehrheit der Touristen halte sich sehr gut an die Einschränkungen. Mallorca hatte wegen der illegalen Partys unter anderem die Maskenpflicht verschärft. Hunderte von Menschen hatten in der Playa de Palma sowie in Magaluf westlich der Inselhauptstadt ohne Schutzmasken und Sicherheitsabstand getrunken, getanzt und gefeiert. Dabei soll es sich Medienberichten zufolge vor allem um Touristen aus Deutschland und Großbritannien gehandelt haben.

Es werde daran gearbeitet, strikt gegen einzelne Verstöße vorzugehen, versicherte Serra. Die derzeitigen Fallzahlen zeigten, dass die strengen Maßnahmen funktionierten. Die Verluste für Mallorca durch die Coronavirus-Pandemie seien schwer zu beziffern. Es sei wichtig, dass die jetzt begonnene Saison bis weit in den Herbst andauern könne. Zwischen 30 und 50 Prozent der verfügbaren Hotels seien mittlerweile geöffnet.

(dpa)

Auswärtiges Amt hebt coronabedingte Reisewarnung für Norwegen auf

10:08
15.07.2020
Das Auswärtige Amt hat am Mittwoch die coronabedingte Reisewarnung für Norwegen aufgehoben. Zuvor hatte das norwegische Außenministerium eine Liste mit Ländern veröffentlicht, aus denen die Einreise vom Mittwoch an wieder gestattet ist. Darunter war auch Deutschland. Damit sei nun die Einreise aus Deutschland für alle Zwecke wieder erlaubt, teilte das Auswärtige Amt mit. Sie sei quarantänefrei entweder direkt oder über Dänemark beziehungsweise Finnland möglich, über Schweden nur in direktem Transit.

Das Auswärtige Amt weist auf seiner Norwegen-Seite im Internet darauf hin, dass in dem skandinavischen Land Abstands- und Hygieneregeln gelten. Es bestehe keine Maskenpflicht, jedoch werde dringend dazu geraten, Hand- und Hustenhygiene strikt zu befolgen und bei Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben. Die touristische Infrastruktur sei größtenteils zugänglich, teilweise wegen der Abstands- und Hygieneregeln aber mit stark reduzierten Kapazitäten. Es könne zu längeren Wartezeiten, Ausfällen oder anderen Einschränkungen kommen.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen