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20201019123113

Corona-Regeln in der Gastronomie werden von Gästen akzeptiert

04:04
19.08.2020
Die allermeisten Gastro-Gäste akzeptieren Corona-Maßnahmen wie den Mindestabstand und die Erfassung der Kontaktdaten. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Baden-Württemberg hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach gaben 90,5 Prozent der Befragten an, dass die Gäste großes oder überwiegendes Verständnis für die Maßnahmen hätten. An der Umfrage hatten sich im Südwesten fast 2400 Betriebe beteiligt.

In fast jedem vierten Betrieb (23,5 Prozent) hatten zum Zeitpunkt der Umfrage Anfang August schon Kontrollen stattgefunden. Die Branche nehme den Infektionsschutz sehr ernst, nicht zuletzt, um einer zweiten Welle im Herbst oder Winter vorzubeugen, sagte Dehoga-Sprecher Daniel Ohl. Der einzige Punkt, den die Gastronomen kritisch sehen, ist die Maskenpflicht für Servicekräfte in der Außengastronomie. «Hier leiden die Mitarbeiter wirklich - es ist heiß und sie können nicht gut atmen.» Ob diese schwere Beeinträchtigung im Außenbereich notwendig sei, werde von Verbandsmitgliedern immer wieder hinterfragt. «Wir plädieren dafür, wenigstens zu prüfen, ob diese Maßnahme wirklich notwendig ist», hieß es beim Dehoga.

(dpa/lsw)

RKI: Anteil der Corona-Nachweise mit Infektion im Ausland gestiegen

03:44
19.08.2020
Fast 40 Prozent der zuletzt in Deutschland positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen haben sich im Ausland angesteckt. Das geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) von Dienstagabend hervor. Von den bekannten Corona-Neuinfektionen in Meldewoche 33, bei denen es eine Angabe zum wahrscheinlichen Infektionsland gab, lag der Anteil der Ansteckungen im Ausland bei 39 Prozent. Zum Vergleich: In der Meldewoche 32 hatten sich 34 Prozent wahrscheinlich im Ausland infiziert, in der Meldewoche 31 waren es 21 Prozent. Am häufigsten wurden - auf vier Wochen betrachtet - der Kosovo, die Türkei, Kroatien, Bulgarien und Bosnien und Herzegowina als wahrscheinliche Infektionsländer genannt.

Allerdings gab das RKI nicht an, wie groß der Anteil der Tests von Reiserückkehrern an allen Tests war. Diese Angabe ist notwendig, um zu beurteilen, wie groß der Anteil der eingeschleppten Infektionen tatsächlich ist. Es könnte beispielsweise sein, dass Rückkehrer im Schnitt häufiger getestet werden als der Rest der Bevölkerung.

Insgesamt gibt es seit Beginn der Corona-Krise derzeit 225.404 bekannte Corona-Infektionen in Deutschland - von einem Drittel davon gibt es allerdings keine Angaben zum mutmaßlichen Infektionsland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9236. Bis Dienstagmorgen hatten etwa 203.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

(dpa)

WHO: Für die solidarische Corona-Forschung fehlen Milliardenbeträge

03:42
19.08.2020
Für das weltweite Solidaritätsprojekt zur Erforschung von Impfstoffen und Medikamenten gegen das Coronavirus und die Krankheit Covid-19 fehlt jede Menge Geld. Im Rahmen des im Mai gestarteten Projekts ACT Accelerator wurden erst 2,5 Milliarden Dollar (2,1 Mrd Euro) fest zugesagt, sagte eine Sprecherin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Deutschen Presse-Agentur in Genf. Die WHO hatte den Bedarf auf 31,3 Milliarden Dollar für zwölf Monate geschätzt.

Das Projekt ist für die drei Säulen Entwicklung und Verteilung von Tests, Medikamenten und Impfstoffen sowie die gerechte Verteilung und Stärkung der Gesundheitssysteme in ärmeren Ländern gedacht. Die 2,5 Milliarden Dollar sind für Projekte in den drei Säulen zugesagt. Über den Einsatz einer weiteren Milliarde Dollar Spendengelder werde mit Gebern noch verhandelt, sagte die WHO-Sprecherin. «Wir gehen aber davon aus, dass nur ein relativ kleiner Anteil schlussendlich an ACT-A-Partner gehen wird», so die WHO. ACT steht für «Access to Covid-19-Tools» (etwa: Zugang zu Covid-19-Instrumenten).

Abgesehen davon haben Länder nach WHO-Angaben zusammen 14 Milliarden Dollar für andere Töpfe zur Corona-Bekämpfung sowie nationale Forschungsprogramme bereitgestellt.

Das ACT Accelerator-Projekt war im Mai bei einer Geberkonferenz in Brüssel mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Bundeskanzlerin Angela Merkel gestartet worden. Merkel hatte 525 Millionen Euro für die Entwicklung eines Impfstoffes und von Medikamenten zugesagt.

(dpa)

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