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20201019123113

57 neue Corona-Infektionen im Südwesten

16:01
05.08.2020
Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten seit Beginn der Pandemie ist in Baden-Württemberg auf mindestens 37 579 gestiegen. Das sind 57 mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium in Stuttgart am Mittwoch mitteilte (Stand: 16.00 Uhr).

Etwa 34 700 Menschen gelten als genesen. Derzeit seien geschätzt 1028 Menschen im Land infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gab die Behörde mit 1851 an - das sind vier mehr als am Dienstag.

Die Reproduktionszahl wurde vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,89 angegeben. Sie besagt, wie viele Personen im Durchschnitt von einem Infizierten angesteckt werden.

(dpa)

Prostituierte demonstrieren: Corona-Maßnahmen ungerecht

16:00
05.08.2020
Pressekonferenz, Führung durch Laufhäuser, Kundgebung: Die Prostituierten in Stuttgart wehren sich gegen die bundesweit unterschiedlichen Corona-Maßnahmen und speziell gegen die strikte Handhabe der Stadt Stuttgart in Sachen Rotlicht.

Das derzeit Corona-verwaiste Leonhardsviertel in Stuttgart soll am Donnerstag zu neuem Leben erwachen. In dem Rotlichtviertel demonstrieren Prostituierte gegen die uneinheitlichen Corona-Maßnahmen in Deutschland und gegen die besonders strikte Handhabung der Prostitution in Stuttgart. Geplant ist neben einer Pressekonferenz und Laufhaus-Touren auch eine Kundgebung auf dem Stuttgarter Wilhelmsplatz (16 Uhr).

In Bayern seien einzelne Bordelle schon wieder geöffnet, in Berlin dürften einschlägige Studios ihre Kunden wieder empfangen. In Stuttgart hingegen sei die Situation noch einmal verschärft worden - mit einem Komplett-Verbot der Prostitution seit dem 19. Juli, kritisiert der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen (BSD). Während sich die Verordnung des Landes auf die Prostitution in Gewerberäumen beziehe, gelte das neue Verbot in Stuttgart auch für Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen, die selbstständig tätig seien.

Im Gegensatz zu Massage- und Tattoo-Studios werde ihnen die Einhaltung von Hygienekonzepten offenbar nicht zugetraut, lautet die Kritik. «Das Gros der Sexarbeitenden ist selbstständig tätig und hat keine finanziellen Rücklagen für einen derart langen Total-Verdienstausfall», sagen die Betroffenen. Bereits seit vier Monaten dürften sie nicht arbeiten - wirksame finanzielle Hilfen gebe es jedoch auch nicht.

(dpa)

Profi-Clubs gründen in Corona-Not Bündnis «Teamsport BW»

15:59
05.08.2020
Aufgrund der Coronavirus-Krise haben sich zahlreiche Proficlubs zur Interessensgemeinschaft «Teamsport Baden-Württemberg» zusammengeschlossen. Dieses Bündnis von Vereinen aus den Sportarten Handball, Basketball, Volleyball und Eishockey solle helfen, im Austausch mit der Politik die Wiederaufnahme des Spielbetriebs vor Publikum vorzubereiten. Das teilte der Handball-Bundesligist Rhein-Neckar Löwen am Mittwoch mit.

«Mit Teamsport BW ist es uns gelungen, in einen guten und lösungsorientierten Austausch mit der Politik zu gehen», sagte Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann. «Nun wird es darum gehen, mit überzeugenden Konzepten bald wieder vor möglichst vielen Zuschauern zu spielen. Denn ohne dies stünde unser gesamtes Geschäftsmodell weiterhin auf der Kippe.»

Am Dienstag habe sich Sportministerin Susanne Eisenmann (CDU) in Mannheim mit Vertretern der Löwen und des Eishockey-Clubs Adler Mannheim getroffen. Derzeit sind in Baden-Württemberg Sportveranstaltungen unter Hygiene-Regeln mit bis zu 500 Teilnehmern erlaubt.

Zum Bündnis gehören unter anderem auch der TVB Stuttgart, die HBW Balingen-Weilstetten und Frisch Auf Göppingen aus dem Handball sowie die Volleyball-Topteams VfB Friedrichshafen und MTV Allianz Stuttgart. Auch die Basketball-Erstligisten MHP RIESEN Ludwigsburg, Hakro Merlins Crailsheim und ratiopharm Ulm sind dabei.

(dpa)

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