Letztes Update:
20201019123113

Spahn äußert sich zu Corona-Lage in der Urlaubszeit

07:55
13.07.2020
In den Sommerferien reisen Millionen Bundesbürger ins In- und Ausland - was bedeutet das für die weitere Eindämmung des Coronavirus? Heute nimmt Gesundheitsminister Spahn zur Situation in Urlaubszeiten Stellung.

In den Sommerferien reisen Millionen Bundesbürger ins In- und Ausland - was bedeutet das für die weitere Eindämmung des Coronavirus? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will am Montag (10.00) in Berlin zur Situation in Urlaubszeiten Stellung nehmen. Auch der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, gibt dazu Einschätzungen ab. Die Bundesregierung hat bereits deutlich gemacht, dass größere Reisebewegungen auch das Krisenmanagement vor neue Aufgaben stellen. Spahn will sich außerdem zu Corona-Aspekten der gerade gestarteten deutschen EU-Ratspräsidentschaft äußern. 

(dpa)

Sinkende Zahl der Corona-Antikörper dämpft Hoffnung auf Impfstoff

08:04
12.07.2020
Neue Untersuchungen von genesenen Covid-19-Patienten dämpfen die Hoffnung auf eine lang anhaltende Immunität und damit auch auf eine lange Wirksamkeit einer möglichen Impfung. Bluttests der ersten Corona-Patienten in Deutschland, die Ende Januar in der München Klinik Schwabing behandelt wurden, zeigten ein deutliches Absinken der Anzahl von sogenannten neutralisierenden Antikörpern im Blut, berichtete Clemens Wendtner, Chefarzt der dortigen Klinik für Infektiologie.

«Bei vier der neun Patienten sehen wir sinkende neutralisierende Antikörper in einem sehr speziellen Test, der nur in einem Hochsicherheitslabor erfolgen kann», sagte Wendtner. «Inwieweit dies Auswirkungen für die Langzeitimmunität und die Impfstrategien hat, ist derzeit noch spekulativ, muss aber im weiteren Verlauf kritisch beobachtet werden.» Es deute aber darauf hin, dass nach durchgemachter Krankheit eine Neuansteckung möglich sei.

Dies müsse weiter beobachtet werden, sagte Wendtner. Für die Langzeitimmunität sei neben der sogenannten B-Zell-assoziierten über Antikörper gemessenen Immunität auch die sogenannte T-Zell-Immunität relevant. Wenn Patienten neutralisierende Antikörper verlören, könne diese eventuell einen Schutz geben. T-Lymphozyten können virusinfizierte Zellen gezielt abtöten, wenn sie zuvor ihren Gegner einmal kennen gelernt haben.

Wendtners Erkenntnisse reihen sich ein in Erfahrungen anderer Wissenschaftler und Studienergebnisse. Chinesische Forscher berichteten im Fachblatt «Nature Medicine», dass die Antikörper nach zwei Monaten vor allem bei Patienten mit symptomfreiem Verlauf stark zurückgingen, aber auch bei tatsächlich erkrankten Patienten fielen die Werte deutlich. Patienten mit wenig Symptomen hatten zudem weniger Antikörper und somit eine schwächere Immunantwort entwickelt. 

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen