Facebook möchte Werbetreibenden ein genaueres Abbild ihrer Zuschauer liefern: Deswegen ändert der Techriese in den nächsten Wochen seine Video-Metriken. Facebook wisse, dass es eine Herausforderung sei, den Einfluss von Videowerbung zu verstehen, schrieb das Unternehmen am Dienstagabend auf seinem Firmenblog. Deswegen wolle es nun seine Messwerte vereinfachen.
Zusammengefasst geht es um drei Änderungen:
3- und 10-Sekunden Video Views: Diese Metriken haben bislang die Gesamtzahl der Menschen gezählt, die ein Video insgesamt für diese Zeit angeschaut haben. Dabei wurden auch mehrfach angesehene Teile eines Videos gemessen, wenn also etwa ein User Videoanzeigen zurückspulte (im Gegensatz zu den meisten Pre- oder Midroll-Anzeigen auf anderen Plattformen ist das mehrfache Abspielen einer Video-Ad bei Facebook möglich). Auf Feedback der Werbetreibenden wurden diese Metriken angepasst, so dass sie nun nur Views ausweisen, in denen drei oder zehn Sekunden ohne Wiederholung angeschaut wurden.
Neue Metrik für “Video Plays”: Dieser neue Messwert hat den Zweck, die Performance von Videos auf Facebook einfacher nachvollziehbar zu machen. Bereits vorher war dies durch die "Click to Play"- und "Autoplay"-Metriken sichtbar, nun ist sie durch eine zusammengeführte Metrik auf einen Blick zu sehen. Je nach Einstellungen eines Users oder der Anzeigen an sich sehen User manchmal nur ein Standbild, in anderen Fällen indes spielt sich das Video automatisch ab.
Entfernen redundanter Metriken: Die Metriken "30 Sekunden Video Views" und "Video Percentage Watched" werden entfernt, da sie redundant zu anderen Metriken sind und nur selten von Unternehmen genutzt wurden.