Letztes Update:
20190424131411

Datenlecks in den Smartphone-APIs?

07:18
05.06.2018
Die New York Times berichtet, Facebook habe 60 Smartphone-Herstellern wie Apple, Microsoft oder Samsung mehr Nutzerdaten zur Verfügung gestellt, als ursprünglich kommuniziert. Explizit kritisierte die Zeitung die Privatsphäreeinstellungen der APIs in den Geräten, die Facebook vor zehn Jahren zur Verfügung gestellt hatte. Die Hersteller konnten ihren Kunden somit Zugang zu Facebook-Funktionen wie Messaging, Adressbücher oder dem Like-Button ermöglichen. Laut New York Times hätte Facebook aber weitaus mehr Informationen zur Verfügung gestellt, als für diese Funktionen notwendig gewesen wäre, etwa den Beziehungsstatus oder die religiöse und politische Ausrichtung.

Ime Archibong, Facebooks Vice president of product partnerships, weist die Vorwürfe zurück. Ohne eine explizite Einwilligung der Nutzer wären diese Informationen nicht weitergegeben worden. 

LEAD Redaktion

Uganda führt WhatsApp-Steuer ein

10:02
05.06.2018
Uganda will einem Parlamentsbeschluss zufolge eine Steuer für die Nutzung von sozialen Medien über Mobiltelefone einführen. Die Steuer wird in Uganda schlicht "WhatsApp-Steuer" genannt, soll aber auch die Nutzung anderer Plattformen wie Twitter und Facebook erfassen. Wie genau die neue pauschale Gebühr erhoben werden soll, blieb zunächst noch unklar. Möglicherweise wird die Steuer auf die Preise für Datenpakete aufgeschlagen werden.

Die Regierung stelle für die Bürger viel Infrastruktur zur Verfügung, etwa WiFi-Verbindungen in vielen Gegenden, daher müssten auch Steuern erhoben werden, erklärte ein Regierungssprecher am Donnerstag, einen Tag nach dem entsprechenden Parlamentsbeschluss.

Zunächst soll die Gebühr nur 200 Schillinge (knapp 0,05 Euro betragen). Pro Jahr wären das rund 16 Euro, was rund drei Prozent eines jährlichen Pro-Kopf-Einkommens in Uganda entspricht.

Kritiker sahen darin indes einen Versuch des seit über 30 Jahren regierenden Präsidenten Yoveri Museveni, das Leben für seine Kritiker schwieriger zu machen. Museveni - der selbst auf Twitter sehr aktiv ist - hat sozialen Medien zum Beispiel vorgeworfen, sie würden nur helfen, Gerüchte und Tratsch zu verbreiten. Während der jüngsten Wahl 2016 schaltete die Regierung das mobile Internet ab, um die Organisation von Oppositionsprotesten zu erschweren.

Gabriella Bassu

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