Letztes Update:
20190424131411

Papua-Neuguinea sperrt Facebook

11:39
29.05.2018
Papua-Neuguinea will Facebook zu Forschungszwecken einen Monat lang schließen lassen. Die Regierung wolle die Ruhephase unter anderem dazu nutzen, die Besitzer von Fake
Accounts herauszufiltern, sagte Kommunikationsminister Sam Basil der Tageszeitung "Post Courier" (Dienstag). Zudem sollten Nutzer aus dem sozialen Netzwerk entfernt werden, die pornografische Bilder oder falsche Informationen veröffentlichten.

"Das wird aufrichtigen Menschen mit echten Identitäten erlauben, das soziale Netzwerk verantwortungsvoll zu nutzen", sagte Basil. "Wir dürfen den Missbrauch von Facebook in diesem Land nicht weiterdulden." Ein genaues Datum für die Schließung war zunächst nicht bekannt.

Mithilfe des Entzugs sollen Experten laut dem Kommunikationsminister auch beobachten, welche Auswirkungen die Nutzung von Facebook auf die Bevölkerung hat. Basil erwägt demnach gar die Schaffung eines eigenen sozialen Netzwerks für die Einwohner des an Indonesien grenzendenInselstaats.

Die Entscheidung von Papua-Neuguinea folgt dem Datenskandal um Cambridge Analytica. Im März war bekanntgeworden, dass sich die britische Firma Zugang zu Daten von Millionen Facebook-Nutzern verschafft hatte. Mit Hilfe der Daten sollen etwa Wähler im US-Präsidentschaftswahlkampf zugunsten von Donald Trump mit  Wahlwerbung beeinflusst worden sein. Facebook hat sich wiederholt entschuldigt und diverse Konsequenzen gezogen.

dpa

DSGVO: Erste Beschwerden gegen Facebook

08:03
25.05.2018
Unmittelbar nach Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat der Verein Noyb erste Anzeigen gegen Google und Facebook wegen "Zwangszustimmungen" auf den
Weg gebracht. Unter anderem will der Verein bei der Hamburger Datenschutzbehörde klären lassen, ob der zu Facebook gehörende Messengerdienst WhatsApp mit seinen Einwilligungserklärungen gegen die DSGVO verstößt. "Diese ersten Beschwerden werden auch eine erste Nagelprobe für das Gesetz sein", teilte der von dem österreichischen
Datenschutzaktivisten Max Schrems gegründete Verein am Freitag mit.

Mit seinen Klagen will Noyb dagegen vorgehen, dass die Dienste teils generelle Zustimmungen unter «Zwang» verlange, ohne die die Dienste überhaupt nicht genutzt werden können. "Es ist simpel: Für alles, das strikt notwendig für einen Dienst ist, braucht man keine Zustimmungsbox. Für alles andere muss der Nutzer frei ja oder nein sagen können", sagte Schrems. Der Wiener Aktivist hatte bereits mit mehreren Datenschutz-Verfahren Furore gemacht. 2015 kippte der Europäische Gerichtshof nach Schrems Klage das sogenannte Safe-Harbor-Abkommen der EU zur Datenübertragung in die USA.

dpa

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