Letztes Update:
20210620193005

Causa Lex Apple Pay

12:18
17.06.2021
Lex Apple Pay wurde noch mal angepasst, erklärt Grohé die aktuellen Entwicklungen. Diskutiert wurden die Entwicklungen öffentlich nur wenig, dabei ging es darum, dass Apple die Schnittstelle im iPhone für deutsche Banken öffnen soll. Von der Businessseite aus stellt sich die Frage, welches Problem es denn lösen soll? "Alle wollen Apple Pay nutzen, aber da reinzukommen, kostet viel Geld", so Grohé. Ziel ist angemessenes Entgelt, aber das setzt Apple sehr hoch an, das ist wohl einer der Gründe für das Ganze. 

Bender kann ebenfalls nicht ganz den Hintergrund der staatlichen Entscheidung verstehen. Pache sieht den Grund für diese Entscheidungen den Zugangskonflikt. "Wenn Apple hier mehr verlangt, ist das durchaus ein Grund für Regulierung", so Pache, "Wir brauchen offene Schnittstellen an solchen marktbeherrschenden Unternehmen." Ist das sogar Marktversagen? Bender sieht das eher davor, denn das Mobile Payment hat erst jetzt den Durchbruch geschafft. Doch Pache betont, dass viel Geld für den Zugang zum Kunden verlangt wird. Allerdings gibt es diese Entwicklung nur in Deutschland, so Grohé, und das kann dazu führen, dass man aus Deutschland weggeht - für sie ist das Ganze gesetzgeberisch verfehlt.

Dr. Diana Mantel

Demokratische Schnittstellen

12:41
17.06.2021
Wer Apple nutzt, der hat meist eine Kreditkarte und ist meist digital affin, das betont Grohé, und darum sind genau diese Leute die wichtigen Kunden. Auch das steckt hinter dem Lex Apple Pay. Das Gesetz will Zahlungsdienste adressieren, das ist Pache wichtig, deshalb sieht er keine Probleme für andere Bereiche kommen. "Der Kunde muss das letztlich entscheiden", so Pache. Sicherheit ist natürlich ein wichtiges Thema, dazu wurde viel (und sehr teure) Infrastruktur aufgebaut, erklärt Bender. Offene Schnittstellen sollen hier eben jedem den Zugang geben, das ist der demokratische Ansatz.

Dr. Diana Mantel