Das Ausdünnen geht aus ökonomischen Gründen weiter, so Coenen: "Aber die Filiale wird überleben, vor allem im Beratungsgeschäft. Und in einer ganz anderen Schichtung kann die Filiale auch immer noch am besten zum Banking hinführen." Seifert sieht noch Raum für den Berater, allerdings wird dieser abnehmen. "Wir haben alle im COVID-Jahr erlebt, dass es auch anders geht, notfalls reicht ein Videochat. Die Leute werden komfortabler werden, weil das auch in der Ferne, mit Videochat und ähnlichem, geht." Was passiert also mit den Beratern? Michel sieht das Problem eher in der Filiale: Die wird verschwinden, der Berater darin aber nicht - der bietet seine Lösungen in der digitalen Welt an. Gerstberger berichtet, dass seine Bank noch immer Hausbank der Stadt Kärnten wird, aber es gibt zunehmend ein Verschmelzen hin zu einem Omnichannel-Angebot.
Dr. Diana Mantel