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Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt. Foto: Martin Schutt/dpa/Archiv

12:29
08.06.2020
UPDATE | Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sieht in der Polizei "erheblich weniger" Rassismus als in der Gesamtbevölkerung. "Polizistinnen und Polizisten leisten einen Amtseid auf unsere Verfassung und fühlen sich an diesen Eid, der die Würde des Menschen ins Zentrum stellt, ein Leben lang gebunden", so Wendt im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. "Die Polizei duldet keine Extremisten in ihren Reihen und das ist auch richtig so. Wo derartige Tendenzen sichtbar werden, wird entschlossen reagiert und bei Verstößen werden auch die erforderlichen straf- und dienstrechtlichen Konsequenzen gezogen."
SPD-Chefin Saskia Esken hatte zuvor unterschwelligen Rassismus auch bei deutschen Sicherheitskräften beklagt. "Auch in Deutschland gibt es latenten Rassismus in den Reihen der Sicherheitskräfte, die durch Maßnahmen der Inneren Führung erkannt und bekämpft werden müssen", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dabei stehe die große Mehrheit der Polizeibediensteten solchen Tendenzen sehr kritisch gegenüber und leide unter dem potenziellen Vertrauensverlust, der sich daraus ergebe.