Letztes Update:
20200603192820

19:23
03.06.2020
Angesprochen auf die distanzierenden Äußerungen von Verteidigungsminister Mark Esper unter anderem zu einem möglichen Einsatz des Militärs sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, der Präsident habe die alleinige Befugnis, das entsprechende Gesetz zu aktivieren. Es sei definitiv ein Instrument, das ihm zur Verfügung stehe: "Wenn nötig, wird er es einsetzen." Auf die Frage von Journalisten, ob Donald Trump noch Vertrauen in seinen Verteidigungsminister habe, reagiert McEnany auffallend reserviert. "Wenn er das Vertrauen in Minister Esper verliert, werden Sie sicher alle als Erste davon erfahren", sagt sie. Vorerst gelte: "Derzeit ist Minister Esper noch Minister Esper."

18:51
03.06.2020
Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, kritisiert indirekt die Reaktion der US-Regierung auf die anhaltenden Unruhen. Sie nennt Präsident Donald Trump in einer Stellungnahme zwar nicht beim Namen. Sie verlangt aber versöhnende Worte, Zuhören und Handeln zur Beseitigung von Ungerechtigkeiten - genau das, was Trump bislang nicht getan hat. "Immer, aber besonders in der Krise, brauchen Länder Führungsfiguren, die Rassismus unmissverständlich verurteilen, die darüber nachdenken, was die Menschen zum Siedepunkt gebracht hat, die zuhören und lernen, und die handeln, um Ungleichheiten wirklich anzugehen", teilt Bachelet mit.
Es gebe auch glaubhafte Berichte über unangemessene Gewaltanwendung der Vollzugsbehörden und Einsätze gegen Journalisten, obwohl ihre Presseausweise deutlich zu sehen gewesen seien: "Das ist umso schockierender, weil die Ausdrucks- und die Pressefreiheit grundlegende Prinzipien und zentral für die Identität der USA sind." Bachelet ruft die Demonstranten auf, friedlich zu bleiben und verurteilt Plünderungen. Die Polizei dürfe die Situation aber auch nicht durch ungebührliche Gewalt anheizen. Sie sei sehr besorgt über Stellungnahmen, in denen die Demonstranten als Terroristen bezeichnet wurden.