Die
UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet,
kritisiert indirekt die Reaktion der US-Regierung auf die anhaltenden Unruhen. Sie nennt Präsident Donald Trump in einer Stellungnahme zwar nicht beim Namen. Sie verlangt aber versöhnende Worte, Zuhören und Handeln zur Beseitigung von Ungerechtigkeiten - genau das, was Trump bislang nicht getan hat. "
Immer, aber besonders in der Krise, brauchen Länder Führungsfiguren, die Rassismus unmissverständlich verurteilen, die darüber nachdenken, was die Menschen zum Siedepunkt gebracht hat, die zuhören und lernen, und die
handeln, um Ungleichheiten wirklich anzugehen", teilt Bachelet mit.
Es gebe auch glaubhafte Berichte über
unangemessene Gewaltanwendung der Vollzugsbehörden und Einsätze gegen Journalisten, obwohl ihre Presseausweise deutlich zu sehen gewesen seien: "
Das ist umso schockierender, weil die Ausdrucks- und die Pressefreiheit grundlegende Prinzipien und zentral für die Identität der USA sind."
Bachelet ruft die Demonstranten auf, friedlich zu bleiben und verurteilt Plünderungen. Die Polizei dürfe die Situation aber auch nicht durch ungebührliche Gewalt anheizen. Sie sei
sehr besorgt über Stellungnahmen, in denen die
Demonstranten als Terroristen bezeichnet wurden.