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20200505184329

Verband: Jedes zweite Textilunternehmen produziert Stoffmasken

14:26
05.05.2020
Inzwischen produziert jedes zweite Textil- und Modeunternehmen in Deutschland dem Branchenverband zufolge Stoff- und Schutzmasken gegen das Coronavirus. Pro Woche stelle die Industrie rund 22 Millionen Stück her, teilte der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie am Dienstag mit. «Tendenz steigend.» Bei einem Großteil davon handele es sich um Mund-Nase-Bedeckungen, die vor allem von Verbrauchern etwa beim Einkauf oder in den Öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. Hinzu kämen 7,5 Millionen OP-Masken sowie 2,5 Millionen FFP-Masken, mit denen sich auch die Träger selbst vor einer Ansteckung mit dem Sars-CoV-2 genannten Erreger besser schützen können.

Die Umstellung auf die Maskenproduktion dürfe allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Lage in der Textilindustrie wegen des Herunterfahrens der Wirtschaft in der Krise «als desaströs bezeichnet werden muss», teilte Verbands-Hauptgeschäftsführer Uwe Mazura mit. «Viele Unternehmen kämpfen um ihre Existenz und wissen nicht, wie sie über die nächsten Wochen kommen sollen.»

(dpa)

115 Corona-Impfstoffprojekte - Erste klinische Studien laufen

13:59
05.05.2020
Die Impfstoffentwicklung gegen Covid-19 wächst weiter rasant an. Weltweit gibt es nach Angaben des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) 115 Impfstoffprojekte zum Schutz gegen das Coronavirus. «Obwohl der Erreger vor Jahresbeginn noch praktisch unbekannt war, hatten bis 1. Februar bereits sechs Unternehmen Impfstoffprojekte gemeldet. Am 9. März waren es schon 16 und jetzt sind es 115», teilte vfa-Sprecher Rolf Hömke am Dienstag mit. «Sieben davon werden maßgeblich in Deutschland vorangetrieben, fünf werden aus Deutschland heraus unterstützt.»

Es werde an Impfstoffen von verschiedenen Arten gearbeitet, sagte Hömke. Bei einigen handele es sich um Totimpfstoffe, wie sie beispielsweise auch gegen Tetanus und Hepatitis-B eingesetzt werden. Zudem werde an Impfstoffen mit Virusbestandteilen geforscht sowie an Lebendimpfungen. Letztere Impfungen enthielten harmlose sogenannte Vektorviren. Außerdem seien genbasierte Impfstoffe, mit Genen aus dem Virus, in Arbeit. «Die Methode ist neu, und es gibt bisher noch keinen zugelassen Impfstoff dieser Art gegen irgendeine Krankheit», sagte Hömke.

Weltweit werden zehn der 115 Impfstoffkandidaten bereits in klinischen Studien mit Freiwilligen erprobt. Eine davon findet in Deutschland statt. Im Juni sollen erste Daten der Tests an rund 200 gesunden Menschen zwischen 18 und 55 Jahren vorliegen.

Erste Unternehmen und Forschungsinstitute haben laut VfA bereits angekündigt, ihre Produktionskapazitäten für einen Covid-19-Impfstoff auszuweiten. Mehrere von ihnen wollen dem Verband zufolge ihre Impfstoffe sogar während der Erprobung mit Freiwilligen schon großtechnisch produzieren. Sie gehen damit das Risiko ein, produzierte Ware entsorgen zu müssen, falls die Studienergebnisse negativ ausfallen sollten.

(dpa)

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