Letztes Update:
20200504140146

Polizei darf in Einzelfällen auf Corona-Daten zugreifen

13:10
04.05.2020
Die Polizei darf von Dienstag an bei konkreten Anlässen auf Daten von Gesundheitsämtern über mit dem Coronavirus infizierte Personen zugreifen. An diesem Tag tritt die Verordnung des Innen- und Sozialministeriums zur Verarbeitung personenbezogener Daten zwischen Gesundheitsbehörden und Polizei in Kraft, wie das Innenministerium am Montag mitteilte.

Die Verordnung sei ein großer Schritt hin zu mehr Schutz vor dem Coronavirus für die Mitarbeiter der Ortspolizeibehörden und die Polizisten, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU). «Das Wissen, dass jemand an Corona erkrankt ist, ist mit der beste Schutz vor einer Ansteckung.» So könnten von den Beamten rechtzeitig Schutzvorkehrungen getroffen werden.

Auch Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) lobte die Maßnahme: «Der Datenaustausch zwischen Gesundheitsämtern und Polizei läuft zentral und sicher über das Landesgesundheitsamt. Damit ist landesweit ein einheitliches Verfahren sichergestellt.» Es sei gelungen, Gesundheitsschutz und Datenschutz miteinander in Einklang zu bringen.

Die Opposition hatte die Weitergabe sensibler Daten vergangene Woche scharf kritisiert. Einige Gesundheitsämter in Baden-Württemberg hatten nach Angaben des Landesdatenschützers Stefan Brink Daten mit Klarnamen von coronainfizierten Personen an die Polizei weitergegeben.

(dpa/lsw)

1091 bestätigte Covid-19-Fälle im Ortenaukreis

12:50
04.05.2020
Im Ortenaukreis gelten inzwischen 847 an COVID-19 erkrankten Personen als geheilt. Die Zahl der aktuell Infizierten beträgt 148.

Gegenüber Sonntag erhöht sich die Fallzahl der nach einem positiven Labornachweis bestätigten Corona-Infizierten um zwei weitere Personen auf nun 1091 (Stand: 14 Uhr).

Die an das Landesgesundheitsamt übermittelten neuen Covid-19-Fälle stammen aus Lahr und Kehl.

96 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 im Ortenaukreis verstorben, 57 Männer und 39 Frauen, der Altersdurchschnitt liegt dabei bei 82 Jahren. Der jüngste Verstorbene war 37 Jahre und der älteste 98 Jahre.

Von den Todesfällen waren 64 Prozent der Personen 80 Jahre und älter und 30 Prozent zwischen 60 und 79 Jahren. Im Unterschied dazu beträgt der Anteil der über 80-Jährigen an der Gesamtzahl der übermittelten COVID-19-Fälle nur 17 Prozent.

Eine genaue Darstellung der Fallzahlen (Altersgruppe, Geschlecht und Wohnort) gibt es auf der Sonderseite des Ortenaukreises im Internet unter www.ortenaukreis.de/corona_fallzahlen

Landratsamt Ortenaukreis

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