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Spahn verteidigt Pläne für generellen Corona-Immunitätsnachweis

12:21
04.05.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Pläne verteidigt, auch beim Coronavirus einen Nachweis für eine Immunität zu ermöglichen. Er wundere sich etwas über die Debatte, sagte der CDU-Politiker am Montag in Penzberg in Bayern. «Das haben wir ganz normal bei anderen Virus-Erkrankungen auch.» Man könne jederzeit zum Arzt gehen und sich den Nachweis von Antikörpern etwa gegen Hepatitis und Masern auch im Impfausweis eintragen lassen. «Wofür er genutzt wird, ist ja erstmal die Entscheidung des Bürgers.»

Spahn machte zugleich deutlich, dass es nun vorerst keine Regelungen dazu geben soll, inwiefern solche Immunitätsnachweise Ausnahmen von Alltags-Beschränkungen wie in der Corona-Krise ermöglichen könnten. Er habe den Deutschen Ethikrat um eine Stellungnahme dazu gebeten. In der Koalition sei vereinbart worden, bis dahin keine gesetzliche Regelung zu dieser Frage vorzunehmen. Neben der Opposition hatte sich zuletzt auch SPD-Chefin Saskia Esken skeptisch über Pläne für Immunitätsnachweise geäußert.

(dpa)

Sportministerin Eisenmann fordert zügige Lockerungen für Breitensport

11:35
04.05.2020
Die baden-württembergische Sportministerin Susanne Eisenmann (CDU) fordert in der Corona-Krise zeitnahe Lockerungen für den Amateur- und Breitensport. Der Beschluss der Sportministerkonferenz mit Empfehlungen zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs liege bereits seit einer Woche vor, wird die 55-Jährige in einer Stellungnahme ihres Ministeriums vom Montag zitiert. «Es leuchtet mir nicht ein und ist auch den Menschen nicht zu vermitteln, warum kontaktfreie Trainings- und Übungsangebote von Sportvereinen im Freien unter Einhaltung strenger Abstands- und Infektionsschutzregeln weiter nicht ausgeübt werden dürfen», sagte Eisenmann.

Die Ministerin erhöhte den Druck auf die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel, die am Mittwoch erneut über mögliche Lockerungen beraten. «Sollte das Thema Breitensport bei der nächsten Runde zwischen den Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin am Mittwoch erneut nicht behandelt und entschieden werden, müssen wir in Baden-Württemberg einen eigenen Weg gehen», sagte Eisenmann.

«Ein Konzept für die Wiederaufnahme des Sports an der frischen Luft haben wir bereits erarbeitet. Gerade Sportarten wie zum Beispiel Tennis, Golf, Klettern, Reiten sowie Kanu- und Rudersport, aber auch andere sportliche Aktivitäten im Freien – unter Einhaltung der Vorgaben - müssen sehr zeitnah wieder möglich sein.»

(dpa/lsw)

Schlösser, Gärten und Wilhelma - Nicht alle machen ab Mittwoch auf

11:25
04.05.2020
Die staatlichen Schlösser und Gärten öffnen ihre Pforten ab Mittwoch nur stufenweise nach der Corona-Zwangspause. Die Wilhelma soll erst in der kommenden Woche für Besucher geöffnet werden. Das teilte das Finanzministerium am Montag mit. Die am Samstag geänderte Corona-Verordnung des Landes erlaubt eigentlich die Wiedereröffnung von Spielplätzen, Gedenkstätten, Museen, Ausstellungen, Zoos und Tierparks schon ab diesen Mittwoch. Manche Einrichtungen öffnen aber erst später, andere mit Besucherbeschränkungen. Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte, man müsse sicherstellen, dass es nirgendwo einen zu großen Andrang gebe. «Deshalb bitten wir um Verständnis, dass nicht alle Einrichtungen sofort voll durchstarten können».

Der Karlsruher Schlossgarten ist wegen seiner Bedeutung für Fuß- und Radverkehr bereits seit Montag wieder geöffnet - um abendliche Treffen zu vermeiden aber vorerst nur bis 19.00 Uhr. Das Blühende Barock in Ludwigsburg eröffnet am Mittwoch. Am Donnerstag folgen Außen- und Parkanlagen der Monumente der Staatlichen Schlösser und Gärten. Mit einer Besucherbeschränkung machen die Schlossgärten Weikersheim (400 Personen) und Schwetzingen (800 Personen) wieder dauf. Die Innenräume der Monumente sind erst ab dem 12. Mai wieder offen.

Die Wilhelma empfängt laut dem Ministerium erst am 11. Mai Besucher mit einer beschränkten Anzahl. In zwei Zeitfenstern pro Tag dürfen jeweils 2000 Menschen mit Mundschutz in den Zoo. Kinder unter 6 Jahren müssen keinen Mundschutz tragen. Eine Sprecherin des Tiergartens Heidelberg sagte, man plane, schon an diesem Mittwoch (6.5.) aufzumachen.

(dpa/lsw)

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