Für die Schiedsrichter der Fußball-Bundesliga haben die Corona-Maßnahmen bei den Geisterspielen mitunter auch eine positive Auswirkung. «Die Spieler stürmen bei einer kritischen Entscheidung nicht sofort auf den Schiedsrichter zu, es gibt keine Rudelbildung (...)», sagte der Referee Guido Winkmann, der bei Köln gegen Mainz (2:2) im Einsatz war, der «Bild-Zeitung» (Dienstag). Grund seien wohl die schwächeren Emotionen aufgrund der fehlenden Zuschauer, vermutete Winkmann.
Mit persönlichen Strafen im Falle der Missachtung der Abstands- und Hygieneregeln müssten die Profis jedoch ohnehin nicht rechnen. Es handele sich hier nur um «Hygiene-Empfehlungen der DFL», hatte Schiedsrichter-Lehrwart Lutz Wagner gesagt. «Die Schiedsrichter können nur präventiv tätig sein und die Spieler auf ihre Eigenverantwortung hinweisen.»