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Land startet Corona-Krisenberatung für kleine und mittlere Betriebe

10:38
14.05.2020
Von der Corona-Krise betroffene Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern können von Freitag an kostenlos eine Beratung des Landes in Anspruch nehmen. Experten sollen ihnen dabei helfen, die Krise bestmöglich zu überstehen. «Viele Unternehmer und Selbstständige sehen sich in ihrer Existenz bedroht», sagt Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) am Donnerstag in Stuttgart. Mit der Beratung wolle man ihnen zur Seite stehen.

Dabei gehe es beispielsweise darum, wie die eigene unternehmerische Lage zu bewerten sei, welche Fördermöglichkeiten es gebe und welche Strategie dabei helfen könne, die Krise zu überwinden. Die Unternehmen könnten bis zu vier Beratungstage kostenlos in Anspruch nehmen. «Gemeinsam mit den vom Land finanzierten Beratern können die Betriebe auch eine Liquiditätsplanung durchführen und sich auf anstehende Gespräche mit Banken vorbereiten», sagte Hoffmeister-Kraut.

Für die «Krisenberatung Corona» wurden das Rationalisierungs- und Innovationszentrum Baden-Württemberg (RKW), die Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Handwerk und Mittelstand (BWHM), die Beratung des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga und die Unternehmensberatung des Handelsverbands Baden-Württemberg beauftragt. Ziel sei es, die verschiedenen Branchen passend zu unterstützen, da Corona je nach Branche andere Auswirkungen habe.

Betroffene Unternehmen können sich direkt dorthin wenden; bei einem Erstgespräch werden dann Fördervoraussetzungen abgeklärt, der Beratungsbedarf analysiert und ein geeigneter Krisen- und Sanierungsexperte vermittelt. Die Krisenberatung soll zunächst mit rund zwei Millionen Euro finanziert werden.

(dpa/lsw)

Bietigheim-Bissingen/Schopfloch: Corona-Krise setzt Dürr zu

10:25
14.05.2020
Der Corona-Lockdown in weiten Teilen der Welt setzt dem Maschinen- und Anlagenbauer Dürr spürbar zu. Im ersten Quartal sackte der Gewinn um knapp 60 Prozent auf 13,2 Millionen Euro ab, im zweiten sei auch ein Verlust nicht auszuschließen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Bietigheim-Bissingen mit. Auch beim Umsatz musste Dürr im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Rückgang hinnehmen. Er ging vor allem wegen Corona-Einschränkungen in China um 11,3 Prozent auf rund 843 Millionen Euro zurück.

«Den Tiefpunkt des Geschäftsverlaufs erwarten wir im zweiten Quartal, für das zweite Halbjahr rechnen wir mit einer schrittweisen Verbesserung», sagte Vorstandschef Ralf W. Dieter.

Der Auftragseingang lag im ersten Quartal mit einem Volumen von gut 838 Millionen Euro um ein knappes Viertel unter dem Vorjahreswert. Ein für das erste Quartal vereinbarter Großauftrag aus der Autobranche sei verschoben worden, hieß es. Dürr stellt unter anderem Lackieranlagen für die Automobilindustrie her. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 16 500 Mitarbeiter.

Um Kosten zu sparen und damit das sinkende Geschäftsvolumen aufzufangen, seien Arbeitszeiten verkürzt, die Zahl externer Arbeitskräfte reduziert und Investitionen und weitere Ausgaben zurückgefahren worden, hieß es. «Wir sind robust aufgestellt und verfügen über genügend Mittel, um in der Krise sicher zu bestehen», sagte Dieter.

Zur Dürr-Gruppe gehört auch der Maschinenbauer Homag mit Sitz in Schopfloch.

(dpa/lsw)

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