Kletterer können nach wochenlanger Coronapause ihre Seile ausmotten: In fast allen Bundesländern können Außenbereiche von Kletterhallen bereits wieder öffnen, wie der Deutsche Alpenverein (DAV) am Dienstag mitteilte. Brandenburg ziehe am Freitag nach. Einzelne Bundesländer erlaubten auch das Indoorklettern. Es gelten strikte Zugangs-, Abstands- und Hygieneregeln.
Der DAV habe eine Expertengruppe eingesetzt, um Regeln zur Wiedereröffnung zu erarbeiten, sagte Geschäftsbereichsleiter Bergsport Wolfgang Wabel. «Oberstes Ziel ist es, einen behutsamen und verantwortungsvollen Wiedereinstieg des Sportbetriebs zu gewährleisten.»
Klettern sei kein Kontaktsport. Bouldern sei alleine möglich, Seilklettern zu zweit. Künstliche Anlagen können nun auch räumliche Grenzen vorgeben, beim Bouldern etwa dürfe nur ein Sportler auf zehn Quadratmetern trainieren, und beim Seilklettern dürfe nur jede zweite Sicherungslinie genutzt werden. Kletterer sollten nur die eigene Ausrüstung nutzen - und Magnesia sowie Liquid Chalk verwenden. Beides soll gewöhnlich mehr Grip für die Hände bringen, wirkt aber auch virenabtötend - also als eine zusätzlich Handdesinfektion.
(dpa)