Letztes Update:
20200511163345

Ermittlungsgruppe nach Corona-Protest eingesetzt

16:33
11.05.2020
Wenige Tage nach dem Widerstand Jugendlicher gegen die Corona-Einschränkungen in Mannheim hat die Polizei eine Ermittlungsgruppe eingesetzt. Am Freitag und Samstag vergangener Woche waren Polizisten aus Ansammlungen von Jugendlichen aus Mannheim und Ludwigshafen heraus angegriffen und mit Böllern beworfen worden. Zwei Beamte erlitten Knalltraumata. Aus einer Schreckschusspistole waren Schüsse gefallen. Die Polizei nahm nach Angaben von Montag sechs Verdächtige im jugendlichen Alter fest.

Die neunköpfige Ermittlungsgruppe ist nach dem «Plankenkopf» am Mannheimer Wasserturm benannt. Dort hatten sich am Samstagabend rund 250 Menschen versammelt, darunter bis zu 50 Jugendliche, die laut Polizei gegen das Kontaktverbot und die Abstandsregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie verstießen. Als die Beamten sie aufforderten, auseinanderzugehen, seien sie mit dem aggressiven Verhalten konfrontiert worden.

(dpa/lsw)

Beteiligungsfonds soll Firmen in BW vor dem Ausverkauf retten

16:09
11.05.2020
Das Land Baden-Württemberg will einen Beteiligungsfonds auflegen, der kleinen und mittelgroßen Firmen in der Corona-Krise hilft. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll sich das Volumen des Fonds auf eine Milliarde Euro belaufen. Das Land will sich mit jeweils mindestens 800.000 Euro an den Unternehmen beteiligen. Damit soll verhindert werden, dass Investmentfonds oder andere Unternehmen die Corona-Schwierigkeiten der hiesigen Wirtschaft ausnutzen und auf Einkaufstour gehen.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Finanzministerin Edith Sitzmann (beide Grüne) wollen am Dienstag (12.00 Uhr) in Stuttgart Details erläutern.

Der Beteiligungsfonds soll Unternehmen, die eigentlich gesund sind, aber durch die Corona-Krise ins Wanken geraten, über die schwierige Zeit hinwegretten. Auf Bundesebene gibt es bereits ein ähnliches Instrument, den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) mit einem Volumen von neun Milliarden Euro. Er richtet sich jedoch in erster Linie an Großunternehmen wie die Lufthansa. Kleine und mittelgroße Unternehmen, wie es sie im Südwesten viele gibt, bleiben außen vor.

(dpa/lsw)

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