Letztes Update:
20200511161216

Gaststätten-Gäste sollen in BW freiwillig Daten erfassen lassen

15:54
11.05.2020
Um bei Infektionen Kontakte nachverfolgen zu können, sollen Gaststättenbetreiber die Daten der Gäste speichern und vier Wochen nach der Erfassung wieder löschen. Das sieht die Verordnung des Landes für die Öffnung von Gaststätten vor. Die Angabe der Gäste erfolge jedoch auf freiwilliger Basis, heißt es in der Verordnung. Berichtet hatten darüber am Montag «Heilbronner Stimme» und «Mannheimer Morgen».

Demnach sollen der Name des Gastes, dessen Kontaktdaten sowie Datum und Uhrzeit des Gaststätten-Besuchs gespeichert werden. Außerdem dürften Beschäftigte und Gäste, die in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatten, Lokale nicht betreten. Das gelte auch für den Fall, dass jemand Symptome einer Atemwegsinfektion oder erhöhte Temperatur aufweist.

Wo immer möglich, ist der Verordnung zufolge zudem ein Abstand zu allen Anwesenden von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Körperkontakt, insbesondere Händeschütteln und Umarmungen, sollten vermieden werden. Zwischen den Tischen müsse ein Abstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten werden, ebenso sollten genügend Schutzabstände bei der Nutzung von Treppen, Türen, Aufzügen und Toiletten gewährleistet sein. Beschäftigte müssen in allen Bereichen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und sollten, wenn möglich, bargeldlos kassieren können.

(dpa/lsw)

UN befürchten 500 000 zusätzliche Aids-Tote wegen Corona-Krise

15:52
11.05.2020
Die Vereinten Nationen befürchten, dass in Afrika durch die Corona-Krise bis 2021 rund 500.000 Menschen zusätzlich an Aids oder damit zusammenhängenden Krankheiten sterben könnten. Nach einer Schätzung der WHO und der Organisation UNAIDS würde sich damit die Zahl der Opfer im Vergleich zu 2018 verdoppeln. Es müsse alles getan werden, dass es nicht zu einer sechsmonatigen Unterbrechung der Versorgung der HIV-Infizierten mit einer antiviralen Therapie komme, schrieben die Organisationen am Montag in einem gemeinsamen Appell auf Grundlage diverser Szenarien.

Aktuell seien viele Einrichtungen für HIV-Patienten angesichts des Kampfes gegen das Coronavirus geschlossen oder die Versorgungskette mit Anti-Aids-Medikamenten sei unterbrochen. Halte dieser Zustand an, drohe bei Infizierten der Ausbruch der Immunschwächekrankheit. «Wir müssen das als Weckruf an alle Länder verstehen, ihre wichtigen Gesundheitseinrichtungen aufrecht zu erhalten», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

In Afrika südlich der Sahara leben schätzungsweise knapp 26 Millionen Menschen mit HIV. 16,4 Millionen von ihnen erhalten laut WHO eine antivirale Therapie, die vor dem Ausbruch der Krankheit schützen soll. Vor wenigen Wochen hatte die WHO eine ähnliche Warnung mit Blick auf Malaria veröffentlicht. Auch an dieser Infektionskrankheit könnten wegen der mit Covid-19 einhergehenden Mängel in anderen Bereichen wesentlich mehr Menschen sterben als bisher.

(dpa)

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