Letztes Update:
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ICE nach Paris fährt wieder

12:08
11.05.2020
Die Bahn hat am Montag den grenzüberschreitenden Zugverkehr nach Frankreich wieder aufgenommen. Auf der Fernverkehrsstrecke von Frankfurt über Saarbrücken bis nach Paris verkehre nun wieder täglich ein ICE-Zugpaar nach und von Frankreich, teilte ein Sprecher der Bahn in Frankfurt mit. Zuvor hatte der Saarländische Rundfunk (SR) darüber berichtet.

In Frankreich trat am Montag die erste Phase der Lockerungen in der Corona-Pandemie in Kraft. So dürfen Franzosen nun ohne Passierschein das Haus verlassen. Geschäfte dürfen unter Auflagen öffnen, Schulen und Kitas schließen schrittweise wieder auf. Eine Einreise in Frankreich ist derzeit nur aus triftigen Gründen wie für die Arbeit oder den Schulbesuch möglich.

(dpa)

Kreise: Merkel mahnt erneut zur Vorsicht in Corona-Krise

12:03
11.05.2020
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auch angesichts der Demonstrationen gegen Auflagen in der Corona-Krise erneut zur Vorsicht beim Umgang mit der Pandemie gemahnt. Ihr sei berichtet worden, dass viele Menschen am Wochenende ohne Schutzmasken Einkaufen gewesen seien, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen am Montag in einer Videoschalte des CDU-Präsidiums. Zum Teil sei dieses Verhalten sogar als Mutprobe angesehen worden, kritisierte die Kanzlerin. Das Gebot sei aber immer noch, sich an die geltenden Abstandsregeln zu halten.

Merkel sagte demnach weiter, erst in zwei bis drei Wochen werde man wissen, wie sich die vergangene Woche beschlossenen Lockerungen der Corona-Beschränkungen auf die Infektionszahlen auswirkten. Sie habe zudem angekündigt, sich an diesem Mittwoch im Bundestag bei der Regierungsbefragung erneut zu den für die Bundesregierung relevanten Maßzahlen zur Einordnung des Pandemiegeschehens zu äußern. Merkel und der Bundesregierung war zuletzt vorgehalten worden, mit unterschiedlichen Kennzahlen für Verwirrung gesorgt zu haben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hob nach diesen Informationen in der Schalte hervor, Deutschland sei bislang auch deswegen so erfolgreich im Umgang mit der Pandemie gewesen, weil sich die Bürger an die Einschränkungen gehalten hätten. Er forderte die Menschen auf, die Hygienestandards weiterhin einzuhalten.

(dpa)

Nach Ende der Corona-Kulanz: PRO BAHN fordert Hilfsprogramm für Bahnkunden

12:03
11.05.2020
Der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbandes PRO BAHN, Karl-Peter Naumann, fordert ein staatliches Hilfsprogramm für Bahnkunden, die Tickets in der Corona-Krise nicht mehr stornieren dürfen.

Im Radioprogramm SWR Aktuell sagte Naumann: „Wir brauchen eine Regelung für Kunden, die schon Fahrkarten gekauft haben, für Reisen, die nicht wiederholt werden können. So, wie wir in anderen Bereichen staatliche Unterstützungen haben, so fordern wir das auch hier.“
Vergangene Woche hatte die Bahn ihre bisherige Sonderkulanz-Regelungen beendet. Alle Fahrkarten für Reisen ab dem 5. Mai fallen nun unter die normalen Stornierungsbedingungen. Damit können Fahrkarten zum Super-Sparpreis gar nicht mehr storniert werden, Fahrkarten zum Sparpreis nur gegen eine Gebühr.

Naumann verwies auf die Pleite des Ferienfliegers Tomas Cook. Hier würden Kunden entschädigt, die eine Flugreise mit schlechter CO2-Bilanz gebucht hätten. Wer aber mit der umweltfreundlichen Bahn hätte fahren wollen, werde nicht entschädigt: „Hier ist eigentlich die große Schieflage. Und hier sind Herr Scheuer und Herr Scholz gefragt, eine Lösung zu finden, die die Kunden nicht benachteiligt und gleichzeitig auch ein Signal setzt, dass die Bahn ein umweltfreundliches Verkehrsmittel ist.“

(pm)

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