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20200516093158

Gewinn von Finanzkonzern W&W bricht ein

06:52
15.05.2020
Die Corona-Krise hat dem Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) im ersten Quartal einen herben Gewinneinbruch eingebrockt. Unter dem Strich verdiente W&W rund 25 Millionen Euro und damit gut zwei Drittel weniger als ein Jahr zuvor, wie das im SDax gelistete Versicherungs- und Bausparunternehmen bei der Vorlage der Zwischenbilanz am Freitag in Ludwigsburg mitteilte. Zu einer konkreten Gewinnprognose für das laufende Jahr sieht sich das Management weiterhin nicht in der Lage. Der Überschuss dürfte allerdings unterhalb der mittelfristigen Zielspanne von 220 bis 250 Millionen Euro liegen.
Im ersten Quartal zogen der Absturz an den Finanzmärkten und Belastungen in der Betriebsschließungsversicherung die Finanzen von W&W in Mitleidenschaft. Allerdings konnte das Unternehmen seine Bruttoprämieneinnahmen im Versicherungsgeschäft um sechs Prozent auf gut 1,6 Milliarden Euro steigern.

dpa

Ifo-Umfrage: Corona trifft Arbeitsmarkt im Süden am härtesten

12:26
11.05.2020
Ausgerechnet die beiden Musterschüler in Sachen Arbeitslosigkeit könnten von der Corona-Krise am härtesten getroffen werden. In Baden-Württemberg und Bayern hat laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Ifo-Instituts bereits rund ein Fünftel der Unternehmen beschlossen, Jobs abzubauen. „Von nun an schlägt die Krise auf den deutschen Arbeitsmarkt durch“, sagt Klaus Wohlrabe vom Ifo-Institut.
22 Prozent der befragten Betriebe in Baden-Württemberg und 20 Prozent in Bayern gaben an, einen Beschäftigungsabbau bereits beschlossen zu haben. Dahinter folgten die Region „Nordwest-Deutschland“ aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen sowie Nordrhein-Westfalen mit jeweils 18 Prozent. Hessen kommt auf 16 Prozent.
In den in der Umfrage zu „Nordost-Deutschland“ zusammengefassten Ländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sprachen 14 Prozent von einem beschlossenen Beschäftigungsabbau. Ebenso in den als „Mitteldeutschland“ zusammengefassten Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Am glimpflichsten könnten Rheinland-Pfalz und Saarland davonkommen: In den zusammengefassten Antworten nannten 11 Prozent der Befragten einen Beschäftigungsabbau als Reaktion auf die Krise.
Auch je nach Branche unterscheiden sich die Antworten der Betriebe. So ist bei den Herstellern pharmazeutischer Erzeugnisse Beschäftigungsabbau kein Thema, am Bau nur bei drei Prozent und in der chemischen Industrie bei fünf Prozent der Befragten. In der Gastronomie dagegen steht bei 58 Prozent der befragten Betriebe Beschäftigungsabbau auf der Tagesordnung. Auch bei Leiharbeitsfirmen sind es mit 57 Prozent mehr als die Hälfte, im Bereich Beherbergung 50 und in der Herstellung von Lederwaren und Schuhen 48 Prozent. Ebenfalls hart getroffen ist die Reisebranche mit 43 Prozent sowie die Autoindustrie mit 39 Prozent.

dpa

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