Letztes Update:
20200514145908

FDP fordert weitere Lockerungen

10:22
14.05.2020
Die FDP im Landtag sieht die geltenden Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus nicht länger als gerechtfertigt an. „Man kann jetzt, glaube ich, davon ausgehen, dass diese Coronakrise zunächst mal beherrscht ist“ sagte Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke am Donnerstag bei einer Video-Pressekonferenz in Stuttgart. In Baden-Württemberg gebe es mittlerweile mehr Intensivbetten als Infizierte. Insofern seien freiheitsbegrenzende und wirtschaftseinschränkende Maßnahmen nicht mehr gerechtfertigt.

In einem wirtschaftspolitischen Positionspapier fordern die FDP-Abgeordneten daher eine engagierte Öffnungspolitik und Konjunkturimpulse für die Wirtschaft. Die Fraktion schlägt zwei Sonderkonjunkturjahre mit steuerlichen Erleichterungen, Zuschüssen und Anreizen vor, um aus der Krise zu kommen. Außerdem fordert die FDP mehr Investitionen in Digitalisierung und den Abbau von Bürokratie.

dpa

Südwestverband: Genossenschaften könnten von Corona-Krise profitieren

11:18
13.05.2020
Nach Ansicht des Genossenschaftsverbands in Baden-Württemberg (BWGV) könnte die Corona-Pandemie langfristig zu einem Aufleben der Genossenschaften führen. „Die Menschen merken jetzt, wie wichtig und wertvoll regional tätige Unternehmen sowie vor Ort erzeugte Produkte und Dienstleistungen sind“, sagte der BWGV-Präsident Roman Glaser am Mittwoch.

Für den Moment stellt sich Glaser allerdings darauf ein, dass die Corona-Einschränkungen heftige Folgen für alle genossenschaftlich organisierten Banken, Händler und landwirtschaftlichen Unternehmen haben werden. Glaser rechnet damit, dass dieses Jahr „massiv von Corona überschattet“ werde.

Für das vergangene Jahr präsentierte der Verband positive Zahlen: Genossenschaften im Waren- und Dienstleistungsbereich steigerten ihre Umsätze um 2,8 Prozent auf 8,59 Milliarden Euro. Die 317 landwirtschaftlichen Genossenschaften in Baden-Württemberg legten um 4,2 Prozent auf 3,65 Milliarden Euro zu. Neben den klassischen Bereichen in der Landwirtschaft und Dienstleistungen entstehen auch neue Genossenschaften durch die Kooperation von Arztpraxen - damit soll der drohende Mangel an Ärzten bewältigt werden.

Die Genossenschaften bestehen aus Mitgliedern, die gleichzeitig Eigentümer sind und Entscheidungen treffen. Insgesamt sind im Südwesten 3,96 Millionen Menschen Teil einer Genossenschaft. Mehr als 32 000 Menschen arbeiten hierzulande für Genossenschaften.

dpa

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