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Shisha-Bars verstoßen dutzendfach gegen Corona-Regeln

12:07
03.04.2020
Immer wieder muss die Polizei zu Shisha-Bars ausrücken, die gegen die Regeln zur Eindämmung des Coronavirus verstoßen. Landesweit gab es seit Inkrafttreten der Corona-Verordnung bislang 60 Einsätze im Zusammenhang mit Shisha-Bars, berichtete Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Freitag bei einer Sondersitzung des Innenausschusses, die per Videokonferenz übertragen wurde. In 46 Fällen wurde dabei gegen die Corona-Verordnung verstoßen. 29 der Einsätze gingen auf die Eigeninitiative der Polizei zurück, in 31 Fällen führten Hinweise von Bürgern zu den Einsätzen. Die Polizei sei angewiesen auf solche Hinweise, sagte Strobl.

In den vergangenen Werktagen seien rund 500 Verstöße gegen die Verordnung täglich im Land registriert worden. Verstöße gegen die Kontaktregeln seien unsolidarisch und kosteten am Ende des Tages Menschenleben, sagte Strobl.

(dpa/lsw)

Dold

17 Corona-Fälle in Schramberg

11:17
03.04.2020
Die Nasen-Mund-Maskenaktion der Stadtverwaltung ist bislang ein durchschlagender Erfolg: Firmen haben bereits 300 Masken gespendet – davon 60, die dem medizinischen Standard FFP III entsprechen.

Auch die Bürger sind fleißig: So gingen bei der Stadtverwaltung 150 von den Bürgern genähte Masken ein. Hinzu kommen 110 Masken, die in den Rathäusern Tennenbronn und Sulgen abgegeben wurden. Diese werden in den Pflegeeinrichtungen wie dem Spittel-Seniorenzentrum und dem Fritz-Fleck-Haus in Sulgen verwendet. Diese erfreulichen Ergebnisse verkündete Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr bei einer Pressekonferenz im Rathaus.

Fallzahlen

17 Fälle von Corona seien in der Gesamtstadt bislang bekannt. Das Landratsamt werde fortlaufend über die Entwicklung informieren. Eine Aufschlüsselung nach Teilorten gebe es nicht – unter anderem, weil das beispielsweise in einem kleinen Teilort wie Schönbronn zur Stigmatisierung der Betroffenen führen könne. Die Betroffenen sind in Quarantäne und stehen in Kontakt mit dem Gesundheitsamt. Allerdings: Die Stadt habe bislang nicht alle Namen der Betroffenen erhalten. Es gebe leichte und schwere Verläufe quer durch alle Altersgruppen – vom zehnmonatigen Baby bis zu sehr betagten Menschen.

Kontrollen

Am Wochenende werde verstärkt kontrolliert, ob die Einschränkungen eingehalten werden. Es seien schon wieder Grüppchen – insbesondere junge Menschen – gesichtet worden, so Eisenlohr. Gemeindevollzugsdienst sowie die Polizei seien im Einsatz.

Eisdielen

Lieferdienste seien erlaubt, sagte die OB. Auf einen Hinweis unserer Zeitung, dass die Landesverordnung einen solchen Lieferdienst nicht mehr erlaube, versprach Eisenlohr, den Sachverhalt zu prüfen. Wenige Minuten später teilte sie mit: "Ich habe soeben angeordnet, dass die Lieferservices der Schramberger Eisdielen eingestellt werden.".

Tafel

In Abstimmung mit der Tafel und deren Vorsitzenden Elisabeth Spöttle sowie der Kirchengemeinde St. Maria wurde folgendes Vorgehen vereinbart: Wer durch die Schließung der Tafel Engpässe bei Lebensmitteln hat, kann sich bei der Stadtverwaltung melden, um Hilfe zu erhalten. 

"Schramberg hilft"

Für die Aktion haben sich 44 Freiwillige gemeldet. Sieben davon wurden bereits an ältere Personen und solche, die das Haus nicht verlassen können, vermittelt. Diese können dann Einkäufe erledigen.

Gutscheine

Die lokalen Geschäfte und Tourismusbetriebe bieten zu Ostern Gutscheine an, auch wenn sie momentan geschlossen haben.

Kultur

Hier kündigte Eisenlohr eine Überraschung für die kommende Woche zum Thema "Kultur in der Krise" an.

Martin Dold

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