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Landesbischof warnt vor Diskriminierung alter Menschen wegen Corona

13:20
02.04.2020
Der evangelische Landesbischof von Baden, Jochen Cornelius-Bundschuh, warnt davor, alte Menschen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie zu diskriminieren. Gemeinsam mit dem Heidelberger Professor für Gerontologie, Andreas Kruse, sprach er sich in einem am Donnerstag veröffentlichten Memorandum dagegen aus, ältere Menschen verallgemeinernd zur Risikogruppe zu erklären, die isoliert werden müsse.

«Wir betrachten mit Sorge, wie in diesem Zusammenhang über die Gruppe älterer Menschen gesprochen wird», schrieben Kruse und Cornelius-Bundschuh. In jedem einzelnen Fall müsse das Risikoprofil bestimmt werden. «Gerade in Krisenzeiten muss sich unser Bild vom Menschen und seiner Würde im Umgang mit denen bewähren, die in besonderer Weise auf Schutz und Unterstützung angewiesen sind.» Nur dadurch bleibe die Gesellschaft human und solidarisch.

In der Debatte um künftige Lockerungen der bestehenden Kontakteinschränkungen zur Eindämmung der Pandemie wurde der Vorschlag gemacht, ältere Menschen auch dann noch zu isolieren, wenn jüngere bereits wieder zur Normalität zurückkehren könnten. Als Begründung wird das mit dem Lebensalter steigende Risiko eines schweren oder tödlichen Krankheitsverlaufs genannt.

(dpa/lsw)

Bächle

Service von Löffingern für Löffinger

13:17
02.04.2020
Die Corona-Krise zeigt das soziale Engagmenent, die Solidarität und auch die Kreativität vieler Bürger. So haben Frank de Rosso aus Bachheim und Sebastian Kübler aus Dittishausen die kostenlose Onlineplattform "leffo" entwickelt.

Damit lässt sich schnell und übersichtlich das veränderte aktuelle Angebot der Löffinger Geschäftswelt mit einem Klick darstellen. "Bisher gab es kaum geeignete regionale Kanäle, um die aktuelle Situation übersichtlich und stets aktuell zu kommunizieren", informiert der 42-jährige selbstständige Mediengestalter Frank de Rosso. Mit seiner Idee für die Löffinger Plattform stieß er bei Sebastian Kübler, dem 33-jähriger Sounddesigner, auf offene Ohren. Die Beiden verbindet nicht nur ihre Computerleidenschaft, sondern auch die Musik.

"Um eine neue Website zu erstellen, bedarf es mehrere Wochen oder sogar Monate, diese Zeit hatten wir in der Corona-Krise nicht", so Frank de Rosso. "Also wurde die bestehende Website als Fundament kopiert und modifiziert", informiert Sebastian Kübler weiter. Während mehrerer Nachschichten erstellte Frank de Rosso das Logo, das Design und die Website, um sie dann erstmals Bürgermeister Tobias Link zu präsentieren, der sofort das Okay gab. Auch der Wirtschaftsverbund stehe hinter dieser Aktion, so ist vom Vorsitzenden Dieter Köpfler zu hören.

Nun teilen sich die beiden Computerfreaks die Firmeneinträge und kümmern sich um die Aktualisierung. Für die beiden Macher stand von vornerein fest, dass die Website und die Einträge kostenlos für die Löffinger Firmen und Bürger zur Verfügung gestellt werden sollen.

"Wir haben keine kommerzielle Absicht, sondern wollen in dieser schwierigen Situation nur helfen", so Fank de Rosso. Sein Kollege Sebastin Kübler ergänzt: "Unser Ziel war es, den Bürgern diese Zeit zu erleichtern und auch die Löffinger Gesamtstadt-Unternehmen zu unterstützten."

Der Blick auf die Website lässt erkennen, wie kreativ die Löffinger Geschäftswelt geworden ist. Die Gatronomen – sie gehören schon jetzt zu den großen Verlierern der Corona-Krise – bieten nun Gerichte zum Mitnehmen oder Mittagstisch zu Mitnehmen an, ebenso die Bäckerei und Cafés oder die Metzgerei. Einen Heimservice bieten zahlreiche Einzelhändler und auch Dienstleister an, Onlineshops funktioneren ebenfalls gut. Geöffnet haben bisher noch fast alle Handwerker.

Unter www.leffo.de findet sich das Angebot und so können die Löffinger ihre Solidarität mit den einheimischen Gastronomen, Einzelhändlern, Dienstleistern, Handwerkern und Landwirten zeigen.

Silvia Bächle

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