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20200430184122

Corona-Krise macht Wetter-Vorhersagen unsicher

12:31
02.04.2020
Durch die Corona-Krise ist es zu einem dramatischen Einbruch von Wetterdaten gekommen. Verantwortlich dafür ist vor allem der Rückgang des Flugverkehrs, heißt es in einer Pressemitteilung von WetterOnline.

Ein Blick nach oben zeigt es: Am ungetrübten blauen Himmel fehlen nicht nur Wolken, sondern auch Verkehrsflugzeuge. Durch die Eindämmung der Corona-Pandemie ist der Luftverkehr fast zum Erliegen gekommen. Flugzeuge haben aber zuvor zu tausenden Wetterdaten an die Bodenstationen gefunkt. „Eine geringere Anzahl von Flugzeugen in der Luft, die während ihres Fluges wichtige Wetterdaten über den Ist-Zustand der Atmosphäre sammeln, ist für die Meteorolgen ein großes Problem. Es fehlen schlichtweg Daten. Zu diesen Wetterdaten gehören Temperaturen, Windgeschwindigkeiten und -richtungen, sowie Angaben über die Luftfeuchtigkeit.“, erklärt Matthias Habel, Meteorolge und Pressesprecher von WetterOnline.

„Im März sanken die Wetterdaten von mehr als 700.000 auf wenige Tausend pro Tag. Fehlende Datensätze sorgen dafür, dass Unwetter schwerer vorherzusagen sind. Damit erhöht sich das Risiko für Länder, die mehr Vorlauf brauchen, um sich auf Wetterkatastrophen vorzubereiten. Zudem werden Wettervorhersagen unzuverlässiger.“, so Habel.  

(pm)

50 Menschen in Behinderten-Einrichtungen infiziert

12:09
02.04.2020
Rund 50 Menschen haben sich in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung mit Hauptsitz in Gammertingen (Kreis Sigmaringen) mit dem Coronavirus infiziert. Bewohner und Mitarbeiter seien positiv getestet worden, sagte ein Sprecher der diakonischen Einrichtung am Donnerstag. Neben dem Hauptsitz im Kreis Sigmaringen sei auch je eine Einrichtung im Zollernalbkreis sowie im Kreis Reutlingen betroffen.

Die Bewohner lebten eng in Wohngruppen zusammen, da könne es schnell Ansteckungen geben, sagte der Sprecher. Positiv Getestete seien in Quarantäne und würden versorgt. Es werde versucht, Kontakte von unterschiedlichen Wohngruppen weitestgehend zu unterbinden.

Zwei Bewohner sind laut dem Sprecher der diakonischen Einrichtung im Krankenhaus. Bei den anderen Betroffenen seien die Krankheitsverläufe bislang milder. Einige hätten gar keine Anzeichen für eine Krankheit gezeigt. «Die würden weiter munter durch die Gegend spazieren, wenn wir nicht getestet hätten», sagte der Sprecher. Man habe bei allen Bewohnern und Mitarbeitern der betroffenen Wohnangebote auf eigene Faust und Kosten Tests veranlasst. «Sobald in dem Wohnangebot ein Fall bekannt war, haben wir komplett alle getestet. Das haben wir selber veranlasst und bezahlt und zum Labor gebracht.» Insgesamt wohnen rund 650 Menschen mit Behinderungen sowie Jugendliche in den 40 Einrichtungen in verschiedenen Landkreisen. Rund 700 Menschen arbeiten dort.

In einer Pflegeeinrichtung für Senioren in Giengen an der Brenz (Kreis Heidenheim) sind 42 Bewohner und sieben Mitarbeiter positiv getestet worden. «Nach wie vor ist die Lage sehr angespannt», teilte die Heimleitung am Donnerstag mit. Sieben Bewohner seien im Krankenhaus, die anderen positiv getesteten Bewohner zeigten bislang keine Symptome.

(dpa/lsw)

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