Die Kultusminister der Bundesländer wollen noch am Mittwochabend (19.30 Uhr) in einer Schaltkonferenz über das weitere Vorgehen an den Schulen in der Corona-Krise beraten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Kreisen der Kultusministerkonferenz (KMK). Mit Ergebnissen sei aber noch nicht zu rechnen, hieß es. Zuvor beraten die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die nächsten Schritte in der Krise. Dabei soll es auch um die Kitas und Schulen gehen.
Unklar ist, ob sich die Bundesländer dabei auf ein gemeinsames Vorgehen verständigen. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) und die Staatskanzleichefs der Länder hatten am Dienstag bei einem Vorgespräch Eckpunkte mit Empfehlungen vereinbart. Darüber sollte zunächst am Mittwoch im sogenannten Corona-Kabinett unter Leitung von Kanzlerin Merkel beraten werden. Zuerst hatte die «Bild»-Zeitung über Ergebnisse berichtet.
Wie die dpa erfuhr, liegt der Vorschlag auf dem Tisch, die Schulen in Deutschland erst wieder ab dem 4. Mai schrittweise zu öffnen. Die KMK könnte demnach damit beauftragt werden, bis zum 27. April ein Konzept für die Wiederöffnung der Schulen ab Mai vorzulegen. Dabei solle es unter anderem um den Schulverkehr, das Pausengeschehen und die Lerngruppengröße gehen. Möglich bleiben soll den Eckpunkten zufolge aber auch eine unterschiedliche Herangehensweise der Länder beim Zeitplan. Es bestehe Einigkeit, einheitlich zu handeln und im Zeitplan gegebenenfalls flexibler zu sein, heißt es. Nordrhein-Westfalen und Sachsen haben auch bereits angekündigt, dass sie schon in der kommenden Woche wieder in den Schulbetrieb einsteigen wollen.