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20200430184122

Unicef: Kinder in Corona-Krise online stärker Gefahren ausgesetzt

03:44
15.04.2020
In der Corona-Krise sind Kinder weltweit nach Einschätzung des UN-Kinderhilfswerks Unicef stärker Gefahren im Internet ausgesetzt. «Im Schatten von Covid-19 sind die Leben von Millionen Kindern vorübergehend auf ihr Zuhause und ihren Bildschirm zusammengeschrumpft», sagte Unicef-Chefin Henrietta Fore. «Wir müssen ihnen dabei helfen, mit dieser neuen Realität umzugehen.»

Von Schulschließungen seien weltweit mehr als 1,5 Milliarden Kinder und Jugendliche betroffen. Viele von ihnen würden nun online lernen und sich mit ihren Freunden austauschen. Dabei liefen sie aber Gefahr, beispielsweise Cyber-Mobbing oder möglicherweise gefährlichen Inhalten ausgesetzt zu sein. Regierungen und die Internetunternehmen müssten zusammenarbeiten, um einen besseren Schutz zu ermöglichen und Eltern und Lehrer besser zu informieren, forderte Unicef.

(dpa)

Rätsel um hohe Zahl coronainfizierter Flüchtlinge in Ellwangen

03:38
15.04.2020
Der explosionsartige Anstieg der Corona-Infektionen in einer Unterkunft für Flüchtlinge in Ellwangen stellt die Behörden vor Rätsel. Die Zahl der Fälle unter den Bewohnern der mit einer Ausgangssperre belegten Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) steigerte sich von 7 am vergangenen Donnerstag auf 251 am Dienstag. Weder das Innenministerium noch das Regierungspräsidium Stuttgart können dieses Phänomen in der Zufluchtsstätte im Ostalbkreis mit insgesamt mehr als 560 Bewohnern erklären.

Der erste Infizierte sei am Donnerstag vor zwei Wochen identifiziert und isoliert worden, teilte das Innenministerium in Stuttgart mit. Noch keiner der Infizierten musste in eine Klinik verlegt werden, wie das Landratsamt mitteilte. Betroffen sind auch Kinder.

Eine Sprecherin des Regierungspräsidiums, das die Einrichtung für das Land betreibt, nannte die Entwicklung überraschend. Denn es seien seit Anfang März alle notwendigen Maßnahmen ergriffen und die Bewohner der Unterkunft sensibilisiert und mit mehrsprachigen Informationen versorgt worden. Ellwangen ist nach dem Ankunftszentrum in Heidelberg die größte Flüchtlingsunterkunft im Südwesten.

(dpa/lsw)

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