Letztes Update:
20200430184122

Oberste Schulpsychologin: Auf traumatisierte Schüler achten

17:50
14.04.2020
Die Corona-Krise und ihre Folgen wie Schulschließungen könnten einige Kinder traumatisiert haben - das glaubt die Vorsitzende des baden-württembergischen Landesverbands Schulpsychologie, Nina Großmann. «Die vergangenen Wochen müssen behandelt werden wie eine schulische Krise», sagte sie der «Schwäbischen Zeitung» (Mittwoch). «Das ist eine Ausnahmesituation, in der etwas passiert, das die Kinder und Lehrkräfte emotional stark in Anspruch nimmt – zum Beispiel ein Todesfall einer Lehrkraft, ein Unfall auf dem Schulweg, oder Amok-Fehlalarme, bei denen alle Türen verriegelt werden und die Polizei in Ausrüstung und mit Waffen in die Schule kommt.»

Auch jetzt gebe es Gesprächsbedarf. «Wie nach solchen Ereignissen müssen wir damit rechnen, dass einige Kinder auch jetzt traumatisiert sind», sagte Großmann. Die Schulen sollten darauf Rücksicht nehmen. «Sich im Klassenverband auszutauschen und gehört werden ist wichtig», sagte Großmann der Zeitung. «An jeder Schule gibt es zudem ein Krisenteam, das von uns trainiert wurde. Dieses sollte die besonders belasteten Kinder genau im Blick haben und ihnen zusätzliche Gespräche anbieten.»

(dpa/lsw)

Von der Leyen mit EU-Strategie für Lockerung der Corona-Auflagen

17:48
14.04.2020
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratschef Charles Michel äußern sich am Mittwoch (11.00 Uhr) gemeinsam zur Corona-Krise. Im Mittelpunkt soll die EU-Strategie für eine langsame und kontrollierte Lockerung der Corona-Beschränkungen stehen. Dabei sollen sich die EU-Staaten eng abstimmen. Der Zeitplan bleibt aber in der Hand der einzelnen Regierungen.

Ursprünglich wollte von der Leyen die Strategie schon vergangene Woche präsentieren. Der Termin wurde auf Bitten einzelner EU-Staaten verschoben, die vor Ostern kein Signal der möglichen Lockerung der Beschränkungen setzen wollten. Jetzt ist die Debatte darüber aber in vollem Gange, auch in Deutschland. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten beraten darüber ebenfalls am Mittwoch.

Ein Entwurf der Strategie von der Leyens ist schon bekannt. Das Wichtigste: Die Kommission empfahl darin kleine, streng kontrollierte Schritte der Öffnung, die sich über Monate hinziehen sollen. Zwei Bedingungen sollten vorher erfüllt sein: eine spürbare Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus und eine ausreichende Zahl von Krankenhaus- und Intensivbetten.

(dpa)

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