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Erdbeer- und Spargelanbauer dringen auf Einreise von Erntehelfern

03:43
02.04.2020
Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer dringt auf ein Ende des Einreisestopps für rumänische Saisonarbeitskräfte. «Uns fehlen in Baden-Württemberg Tausende Helfer», sagte Verbandssprecher Simon Schumacher der Deutschen Presse-Agentur. Der Konflikt zwischen Bundesinnen- und Bundeslandwirtschaftsministerium könne durch strenge Auflagen beigelegt werden. Seit dem 25. März ist unter anderem Rumänen die Einreise nach Deutschland verboten. Die Saisonarbeitskräfte aus diesem Land sitzen auf gepackten Koffern und klagen über den Verlust des wichtigen Hinzuverdiensts von mehreren Tausend Euro.

Mittlerweile deutet sich im Bund eine Einigung auf eine Einreiseerlaubnis für Erntehelfer bei strengem Einhalten der Corona-Schutzregeln an.

Sein Verband setze auf Transit der unverzichtbaren Kräfte per Bahn oder Bus durch Ungarn und Österreich nach Deutschland, erläuterte Schumacher. Ideal wäre eine ständige Buslinie. Vor Abreise müssten Fieber gemessen und Fragen nach etwaigen Corona-Risiken gestellt werden. Nach einer Non-Stopp-Fahrt müssten die deutschen Betriebe die Neuankömmlinge von den anderen Arbeitern separieren und als eigene Gruppe einsetzen. Um Außenkontakte möglichst zu vermeiden, sollten die Arbeitgeber Lebensmittel bereit stellen. Ähnlich würde bei Anreise mit dem Zug verfahren. Fliegen sei bei den Rumänen nicht beliebt.

(dpa/lsw)

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Mittwoch, 1. April

Kretschmann: Wir opfern keine Freiheitsrechte

18:56
01.04.2020
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat Vorwürfen widersprochen, mit den scharfen Kontaktbeschränkungen opfere der Staat die Freiheit der Gesellschaft. «Erstens mal opfern wir keine Freiheitsrechte, weil die Freiheitsrechte sind nur zeitweise eingeschränkt», sagte der Grünen-Politiker am Mittwochabend in der ARD. Es gehe darum, in «einer Katastrophensituation» Leben zu retten. «Die Bevölkerung kann sicher sein, dass mit dem Ende dieser Krise die Freiheitsrechte radikal wieder hergestellt werden, so wie es vorher war.»

Kretschmann wollte es auch nicht als Denunziation verstanden wissen, wenn Bürger grobe Verstöße gegen die in der Corona-Krise verhängten Auflagen der Polizei melden. «Schwere Verstöße dagegen - das ist ja kein Kavaliersdelikt», sagte er. «Das hat mit Denunziation nichts zu tun. Das ist die Sorge darum, dass sich einfach diese Epidemie nicht ausbreitet. Und insofern finde ich es ganz normal, wenn da schwere Verstöße dagegen stattfinden, dass man das auch meldet.» Wenn einfach eine Gruppe zusammenstehe, könne man aber auch selber auffordern, auseinanderzugehen, ohne die Polizei einzuschalten.

(dpa)

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