Letztes Update:
20200430184122

Ende der Hamsterkäufe in Sicht?

06:51
10.04.2020
Nach wochenlanger und überaus starker Nachfrage deutet sich ein Ende der maßlosen Mehl-Käufe im Einzelhandel an. «Ich habe das Gefühl, dass die Leute langsam zur Ruhe kommen», sagte Christopher Rubin, der Vorsitzende des Baden-Württembergischen Müllerbundes. Das sehen auch die großen Anbieter so: «Das Einkaufsverhalten der Kunden hat sich in letzter Zeit verändert», sagt Maria Theresia Heitlinger von der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland). «Die Hamsterkäufe werden weniger und unsere Kunden verteilen sich mehr oder weniger gleichmäßig auf die gesamten Öffnungszeiten.»

Mehl bleibt aber ebenso wie Trockenhefe, Toilettenpapier und Nudeln ein gefragtes Gut in der Corona-Krise - das gilt auch angesichts der strengen Einschränkungen und des Kontaktverbots vor allem für den Onlinehandel. «Die Onlineshops kommen bei den Bestellungen kaum hinterher, es haben auch bereits einige ihre Angebote geschlossen, um sie zunächst abarbeiten zu können», sagt Rubin, der eine Mühle in Lahr betreibt. In einigen baden-württembergischen Mühlen muss ein Kunde bis zu eine Woche auf eine Lieferung warten. Allerdings geht der Großteil des deutschen Mehls auch nicht in den Einzelhandel, sondern an Großbetriebe und die Lebensmittelindustrie.

(dpa/lsw)

Medientyp: Text Quarantänezentrum für Flüchtlinge geht am Samstag in Betrieb

07:31
10.04.2020
Mit dem Coronavirus infizierte Flüchtlinge aus Unterkünften in ganz Baden-Württemberg können von Samstag an in Althütte in Quarantäne gehen. Das teilte das Regierungspräsidium Stuttgart am Karfreitag mit. Der Start der Einrichtung solle für eine Entlastung in den vier Landeserstaufnahmeeinrichtungen sorgen.

In der Unterkunft im ehemaligen Freizeitzentrum des Süddeutschen Gemeinschaftsverbandes in Althütte-Sechselberg sollen vorübergehend Geflüchtete aus den Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht werden, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden. Sie werden dort entsprechend der Vorgaben des örtlichen Gesundheitsamts untergebracht.

Im Freizeitzentrum im Rems-Murr-Kreis können zwischen 30 bis 60 Geflüchtete - Einzelpersonen und gegebenenfalls Familien - ohne Symptome oder mit milden Symptomen untergebracht werden. Schwerer erkrankte Personen werden vorrangig in den Krankenhäusern im Umfeld der jeweiligen LEA behandelt, beispielsweise in Freiburg, Sigmaringen oder Ellwangen.

(dpa/lsw)

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