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20210824075914
Kapitel

Folge 4 der Values Reihe mit Theresia Volk: Lust auf Macht?

Macht erreichen vs. an der Macht bleiben

12:02
06.08.2021
Wie kommt man also zur Macht und wie bekommt man einen möglichst unverkrampften Zugang zu ihr? Macht beginnt bei einem selbst, man muss sich erst einmal klarmachen, was für Wünsche man hat – und dann muss man, das ist Volk ganz wichtig, die anderen immer mit einbeziehen. So kommt man gar nicht erst in egoistische Fahrwasser, aber so lassen sich auch Machtspiele erkennen und was die anderen damit eigentlich bezwecken. Viele Menschen verlieren auf dem Weg zur Macht nach und nach den Kontakt zu früheren Hierarchieebenen, dabei braucht man „Herzensmenschen“ aus allen Bereichen, um diese Gestaltungsmacht richtig zu benutzen. Grundsätzlich gilt: Die Mittel, mit denen man erfolgreich wurde, sind nicht diejenigen, mit denen man an der Macht bleibt.

Volk hat auch Tipps für Menschen, die neu auf einer Stelle sind: Nur ja am Anfang nicht zeigen, wie kompetent man ist. Das klingt falsch? Keinesfalls: man muss ja kompetent sein, sonst hätte man die Stelle gar nicht bekommen. Viel wichtiger ist aber in den ersten 100 Tagen, dass man zu den Leuten geht, diese kennenlernt und sich alle Strukturen erklären lässt. Nur so kann man die Kultur eines Unternehmens und die damit verbundenen Regeln begreifen – bei einem Familienunternehmen kann das sein, dass gemeinsames Essen dazugehört, beim anderen sind vielleicht Zahlen der Treiber. Und nur wer hier die Regeln kennenlernt, kann mit ihnen umgehen, mit ihnen spielen und sie vielleicht auch ändern. Aber im Videointerview geht es noch um mehr: Warum es manchmal ganz gut sein kann, wenn man unterschätzt wird, wie man mit Netzwerken umgeht und wie man wirklich aus seiner Komfortzone herauskommt. Wichtig ist: „Man darf sich selbst die Erlaubnis zur Macht geben, und man darf Lust darauf haben – denn dann macht sie auch Spaß.“

Dr. Diana Mantel

Man darf sich selbst die Erlaubnis zur Macht geben, und man darf Lust darauf haben – denn das macht dann auch Spaß. Theresia Volk 12:03
06.08.2021
Kapitel

Folge 3 der Values Reihe mit Lama Konchok Samten: Sind wir selbstlos genug?

Dankbarkeit, Selbstlosigkeit und die Wertschätzung aller

12:04
06.08.2021
Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtiger denn je, an alle zu denken, was schon Fragen wie die Verteilung des Impfstoffs beweisen. Genau hier muss man oft das eigene Ego überwinden, als Chef:in genauso wie in der Familie – doch jeder noch so kleine Kern, den man damit zum Keimen bringt, hat am Ende große (und positive) Konsequenzen. Um wirklich selbstlos zu handeln, muss man immer die eigene Dankbarkeit schulen. Da hilft schon die kleine Übung, was man alles hat: In Deutschland ist uns beispielsweise kaum mehr bewusst, dass fließend Wasser aus der Leitung, auf Wunsch heiß oder kalt, nicht jedem zugänglich ist. Diese kleine Dankbarkeit kann den Alltag entscheidend verändern und den Fokus auf Wichtigeres lenken.

Auch Lama Konchok Samten sehnt sich heute oft nach der Ruhe, die er beim Weiden der Tiere in den Bergen empfunden hat. Er kennt ebenso wie wir alle, dass der Kopf voll ist: „Es gibt Knoten im Kopf, wie lockige Haare – das sieht schön aus, aber tut auf Dauer nicht gut.“ Deshalb fokussiert er sich immer auf die Werte Dankbarkeit und die Wertschätzung jedes Einzelnen. Als Mönch kann er sich besonders gut anderen widmen. Derzeit steht für ihn der Aufbau eines Waisenhauses mit der zusätzlichen Unterbringung von Tageskindern im Mittelpunkt seiner Arbeit – der Bildungsauftrag als Vision. In seinem Video-Interview mit Katrin Helena Ernst geht es noch um mehr: Darum, warum Fehler oft die besten Meister sind und wie man am Ende der ganzen Menschheit helfen kann – also unbedingt anschauen.

Dr. Diana Mantel