Der scheidende
Chef der Innenministerkonferenz, Georg Maier (SPD),
warnt vor einem
Erstarken des Extremismus im Zuge der Corona-Pandemie. "Die Menschen sind derzeit verunsichert. Und das ist eine Atmosphäre, die Extremisten schätzen und mögen", sagt Maier. In der Verunsicherung der Bevölkerung witterten Extremisten die Chance, Anschluss an breitere gesellschaftliche Kreise zu finden. Sie würden sich an Strömungen, die etwa die Anti-Corona-Maßnahmen kritisch sehen oder ablehnen, "dranhängen", so Maier.
"Wir erleben auch, dass sich die AfD dranhängt, weil sie für sich da wieder ein neues Thema entdeckt hat, um Angst zu verbreiten", sagt der SPD-Politiker. Zugleich nennt er es "offensichtlich", dass zum Beispiel auch islamistische Terroristen die Unsicherheit der Menschen mit neuen Attacken verstärken wollten.