Letztes Update:
20210102013048

09:41
30.12.2020
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe fordert von den Kommunen mehr Unterstützung für Obdachlose in der Corona-Krise und angesichts des harten Lockdowns. "Wir befürchten, dass für wohnungslose Menschen der Corona-Winter noch gefährlicher wird", sagt Werena Rosenke, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft mit Sitz in Berlin, der Düsseldorfer Rheinischen Post. Nach Angaben von Rosenke besteht das Problem, dass das Angebot an Unterkünften derzeit oft knapper ist, um die Abstandsregeln einhalten zu können und das Infektionsrisiko zu verringern. Für tagsüber gebe es außerdem zu wenige Orte.

Obdachlose haben ihr Lager in Berlin unter einer Brücke errichtet. Foto: Paul Zinken/dpa

09:27
30.12.2020
Der scheidende Chef der Innenministerkonferenz, Georg Maier (SPD), warnt vor einem Erstarken des Extremismus im Zuge der Corona-Pandemie. "Die Menschen sind derzeit verunsichert. Und das ist eine Atmosphäre, die Extremisten schätzen und mögen", sagt Maier. In der Verunsicherung der Bevölkerung witterten Extremisten die Chance, Anschluss an breitere gesellschaftliche Kreise zu finden. Sie würden sich an Strömungen, die etwa die Anti-Corona-Maßnahmen kritisch sehen oder ablehnen, "dranhängen", so Maier.
"Wir erleben auch, dass sich die AfD dranhängt, weil sie für sich da wieder ein neues Thema entdeckt hat, um Angst zu verbreiten", sagt der SPD-Politiker. Zugleich nennt er es "offensichtlich", dass zum Beispiel auch islamistische Terroristen die Unsicherheit der Menschen mit neuen Attacken verstärken wollten.

Foto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa