Letztes Update:
20210102013048
Symbolfoto: Michael Reichel/dpa

11:43
29.12.2020
Justizministerin Christine Lambrecht hält Privilegien für Menschen mit Corona-Impfung zum jetzigen Zeitpunkt für falsch. Es sei nicht einmal klar, ob die Impfung auch vor der Weitergabe der Infektion durch den Geimpften schütze, sagt die SPD-Politikerin. "Allein deshalb verbieten sich gegenwärtig Privilegien für Geimpfte."
Solange nicht allen ein Impfangebot gemacht werden könne, sei es "ein Gebot der Fairness und der Solidarität, Sonderrechte weder einzufordern noch anzubieten." Derzeit warnen viele Stimmen davor, eine Corona-Impfung zur Voraussetzung für den Zugang zu bestimmten Dienstleistungen oder Orten zu machen. Konkrete Pläne dafür etwa von Unternehmen sind in Deutschland allerdings nicht bekannt.

Archivfoto: Kay Nietfeld/dpa

11:27
29.12.2020
Ins Restaurant, in den Club oder ins Hotel nur mit Corona-Impfung? Aus Sicht des Gastro-Branchenverbands Dehoga ist jetzt nicht die Zeit für solche Gedankenspiele. "Solange nicht ausreichend Impfstoff für alle zur Verfügung steht, brauchen wir nicht über Zugangsbeschränkungen zu sprechen", sagt Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges. Zunächst hätten alle ein großes Interesse daran, dass geimpft werden könne, wer das wolle - das betreffe auch die Mitarbeiter und Unternehmer in der Gastronomie. 
Grundsätzlich müsse die Branche einen diskriminierungsfreien Zugang gewährleisten, erklärt Hartges. "Denn wenn ich als junger Mensch zu den letzten gehöre, die sich impfen lassen können, und vorher nicht ins Restaurant oder ins Hotel darf, könnte dies den Tatbestand der Diskriminierung erfüllen."