Letztes Update:
20210102013048

10:08
28.12.2020
Die Hilfsorganisation Caritas international fordert mit Blick auf den Impfstart in Deutschland, ärmere Länder bei der Versorgung mit Vakzinen nicht zu kurz kommen zu lassen. Die entwickelten Länder hätten den Großteil der weltweiten Impfproduktion bereits reserviert, sagt der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, im SWR. Dabei lebten in diesen Ländern nur 14 Prozent der Weltbevölkerung. Seine Organisation rechne damit, dass im kommenden Jahr in 70 ärmeren Ländern nur zehn Prozent der Bevölkerung geimpft werden könnten. 
Die von der Weltgesundheitsorganisation WHO getragene Initiative Covax, die sich für die gerechte Verteilung der Impfstoffe einsetzen will, sei zwar eine gute Idee, aber sie funktioniere noch nicht richtig, meint Müller.

Die Impfstoffmengen, die über Covax verfügbar sind, sind viel zu gering, um wirklich Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika in höherem Umfang auch impfen zu können. Hier muss bedeutend nachgesteuert werden, und das bedeutet auch, dass die Industrieländer mehr Mittel zur Verfügung stellen müssen. 10:08
28.12.2020

09:50
28.12.2020
Wegen stark gestiegener Zahlen von Neuinfektionen wird der Platz in britischen Krankenhäusern knapp. Die Kliniken seien "von Wand zu Wand" mit Covid-19-Patienten gefüllt, sagt die Chefin der Notärztevereinigung RCEM, Katherine Henderson, der BBC. Es gebe Patienten mit Corona-Symptomen und Patienten mit anderen Krankheiten, die dann auch positiv auf Corona getestet würden, sagt sie. Nach jüngsten Zahlen der Regierung werden mehr als 22.000 Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt.
Die Vizechefin des nationalen Gesundheitsdiensts NHS, Saffron Cordery, sagte, vor allem in Südengland, wo sich zuletzt eine neue, möglicherweise hoch ansteckende Variante des Virus ausgebreitet hatte, sei der Druck auf die Kliniken hoch. Nun liegt die Hoffnung auf einem baldigen Start von Massenimpfungen mit dem Impfstoff, den der Pharmakonzern Astrazeneca gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelt hat. Die Zulassung durch die britischen Behörden wird in Kürze erwartet.