Letztes Update:
20210102013048

13:01
14.12.2020
Kurz vor dem ab Mittwoch geltenden Lockdown verzeichnen Friseure nach Verbandsangaben noch einmal einen "riesigen Kundenansturm". Viele verlängerten an den letzten beiden Tagen ihre Öffnungszeiten, um möglichst viele Kunden zu bedienen, sagt Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks. "Das ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders, aber die Friseure sind absolut verzweifelt."
Normalerweise sei der Dezember für Salons der umsatzstärkste Monat des Jahres, da sich kurz vor den Feiertagen noch mal viele Menschen die Haare schneiden ließen. "Dieser zweite Lockdown bedroht die Existenzen unseres kleinteiligen Handwerks", sagte Müller. Über das gesamte Jahr rechnet der Verband mit Umsatzeinbrüchen von rund 30 Prozent.

Foto: Jens Büttner/dpa

12:46
14.12.2020
Der Lockdown im Frühjahr hat zu einem massiven Rückgang der Krankenhausbehandlungen von Kindern und Jugendlichen geführt. Im März und April sei im Vergleich zum Vorjahr fast jede zweite Operation (45 Prozent) ausgefallen, teilt die Krankenkasse DAK-Gesundheit in Hamburg mit. Die Zahlen beziehen sich auf junge DAK-Versicherte in ganz Deutschland. Insgesamt seien die Krankenhaus-Fälle um 41 Prozent zurückgegangen, erklärte die Kasse unter Hinweis auf eine Sonderanalyse der Universität Bielefeld.
Im Frühjahrs-Lockdown seien in den Kliniken viele nicht dringende stationäre und ambulante Behandlungen drastisch oder vollständig eingestellt worden, so der Direktor des Bielefelder Universitätsklinikums für Kinder- und Jugendmedizin, Prof. Eckard Hamelmann. "Aus Angst vor Ansteckung wurden aber auch viele notwendige Untersuchungen nicht oder sehr spät durch die Eltern und Sorgeberechtigten veranlasst." Dies habe dazu geführt, dass vermehrt schwere und komplizierte Verläufe bei chronischen Erkrankungen oder auch bösartigen Neuerkrankungen aufgetreten seien.