Letztes Update:
20210102013048

08:48
14.12.2020
In der Corona-Krise verschärfen sich die Sorgen der Bürger um die eigene wirtschaftliche Lage und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Im November berichteten bereits 40 Prozent der Befragten von eigenen Einkommenseinbußen, lautet eines der Ergebnisse einer Auswertung der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung. Im Juni hatten das erst 32 Prozent gesagt. 
In der mittlerweile dritten Welle der Arbeitnehmerbefragung zeigte sich erneut, dass Menschen mit niedrigen Einkommen häufiger von Einbußen betroffen sind als solche mit hohen Einkommen. Mehr als jeder zweite Beschäftigte mit einem Monatseinkommen von bis zu 1500 Euro hat bereits Einschnitte erlebt, während oberhalb von 2000 Euro nur gut jeder Dritte bereits die Krise im eigenen Geldbeutel spürt.

Die Pandemie verstärkt bestehende soziale Schlagseiten. 08:48
14.12.2020
Bettina Kohlrausch, Direktorin des WSI-Instituts

08:16
14.12.2020
Der gerade beschlossene Lockdown wird nach Auffassung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) volkswirtschaftlich teuer. "Jede Woche Lockdown dürfte rund 3,5 Milliarden Euro beim Bruttoinlandsprodukt kosten", sagt IAB-Forscher Enzo Weber. "Das wird die Beschäftigungsentwicklung in Deutschland noch einmal belasten", betonte Weber. Das Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr 2019 in Deutschland etwa 3,44 Billionen Euro.
Der Arbeitsmarkt dürfte nach Webers Einschätzung dennoch insgesamt vergleichsweise robust bleiben. Mittlerweile lägen viele Erfahrungen mit Lockdown-Maßnahmen vor und es existierten umfangreiche staatliche Stützungsmaßnahmen. Die bevorstehende Impfstoffzulassung gebe eine Perspektive auf ein Ende der akuten Corona-Phase.

Foto: Peter Kneffel/dpa