Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) prangert an, dass
reiche Industrieländer im Rennen um die Corona-Impfstoffe zu egoistisch vorgehen. "Einige Länder haben viel zu viel Impfstoff, andere haben gar nichts", sagte Generalsekretär Angel Gurría der
Welt. "Warum denken wir nicht an die
fünf Milliarden Menschen in ärmeren Ländern?", fragte der 69-jährige ehemalige mexikanische Außen- und Finanzminister. Die OECD ist eine internationale Organisation mit 37 Mitgliedstaaten, die sich der Demokratie und Marktwirtschaft verpflichtet fühlen.
Gurría kritisierte, dass sich etwa
Kanada 300 Millionen Impfdosen gesichert habe - für nur 40 Millionen Einwohner. Die
USA hätten
800 Millionen Impfdosen gekauft, für eine Bevölkerung von etwas mehr als 300 Millionen. Auch Deutschland hat dem Bericht zufolge insgesamt mehr Impfstoffe geordert als gebraucht werden, wobei das Missverhältnis geringer sei.