Letztes Update:
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Am Flughafen von Madrid. Foto: Ricardo Rubio/EUROPA PRESS/dpa

15:48
13.11.2020
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Corona-Lage in Tunesien als "sehr besorgniserregend" bezeichnet. Grund dafür seien die stark steigenden Zahlen der Patienten vor allem in den Krankenhäusern und der Todesfälle, sagt der WHO-Vertreter in dem nordafrikanischen Land, Yves Souteyrand, wie die staatliche Nachrichtenagentur TAP auf Twitter berichtet.
Wegen der kontinuierlich steigenden Infektionszahlen hatte die tunesische Regierung die Corona-Beschränkungen erst jüngst verschärft und unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre für das gesamte Land eingeführt. Zwischen März und Juni hatte es erstmals eine landesweite Ausgangssperre gegeben. Nach deren Aufhebung hatte die Regierung erklärt, den Kampf gegen das Virus gewonnen zu haben. Das nordafrikanische Land mit seinen rund 11,5 Millionen Einwohnern hatte in den vergangenen drei Tagen laut WHO jeweils rund 1400 bis 1600 Neuinfektionen pro Tag registriert.

15:29
13.11.2020
Wegen steigender Corona-Zahlen nach anderthalb Wochen Teil-Lockdown plant Österreich eine Verschärfung der Maßnahmen. Details will die Regierung am Samstag verkünden, wie das Bundeskanzleramt der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. Laut Medienberichten ist eine Pressekonferenz am Nachmittag geplant.
Die Zahl der gemeldeten Ansteckungen erreichte am Freitag einen Höchstwert von 9586 binnen 24 Stunden, darunter aber auch Nachmeldungen aufgrund technischer Probleme. Der Schnitt in den vergangenen sieben Tagen liegt österreichweit bei 554,2 Fällen pro 100.000 Einwohner, regional aber bei bis zu 850. Seit Donnerstag wurden 53 neue Todesfälle gezählt. 3922 Covid-19-Erkrankte liegen im Krankenhaus, 567 von ihnen auf Intensivstationen - ein zunehmend kritischer Wert für das österreichische Gesundheitssystem.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. Foto: Hans Punz/APA/dpa