Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) wirft dem Bund bei den Wirtschaftshilfen für mittelbar vom Teil-Lockdown betroffenen Unternehmen Wortbruch vor. Noch vor dem Bund-Länder-Gipfel an diesem Montag müsse der Bund seine finanziellen Zusagen einhalten, forderte Günther im ZDF-Mittagsmagazin. Es gebe eine klare Vereinbarung, was die mittelbar betroffenen Betriebe angehe. Dies gelte etwa für den Einzelhandel in Tourismusgebieten wegen fehlender Urlauber oder die Zulieferer der Gastronomie.
"Da hat der Bund einen völlig untauglichen Vorschlag bisher vorgelegt, nur Betriebe zu entschädigen, die nachweislich mehr als 80 Prozent Umsatzverlust haben", sagte Günther. "Das ist unrealistisch hoch, da würden viele Betriebe durch den Rost fallen und deswegen erwarten wir, dass der Bund auch, bevor wir am Montag wieder zusammenkommen, seine Zusagen vom letzten Gipfel auch einhält."