Letztes Update:
20210102013048

12:01
11.11.2020
Das Oberverwaltungsgericht NRW hat mehrere pauschale Corona-Beschränkungen für Demonstrationen in Köln für rechtswidrig erklärt. Das teilt das OVG mit. Konkret gehe es um die in Köln verfügte Begrenzung von Versammlungen auf maximal 100 Leute, die Maskenpflicht für alle Teilnehmer - abgesehen von Rednern während ihrer Rede - und das Verbot von Aufmärschen. Das Gericht gab damit nach eigenen Angaben Beschwerden von zwei Antragstellern statt, die für den morgigen Mittwoch verschiedene Kundgebungen und einen Aufzug in Köln angemeldet hatten.
Zur Begründung heißt es, dass die Gründe für "derart pauschale Beschränkungen der Versammlungsfreiheit" der vorliegenden Allgemeinverfügung der Stadt Köln nicht zu entnehmen seien. Je nach Ort und Anlass der Versammlung oder des Aufzugs könne etwa eine Beschränkung der Teilnehmerzahl erforderlich sein oder eben auch nicht. Dies bedürfe aber einer Einzelfallprüfung - der Erlass einer Allgemeinverfügung könne das nicht ersetzen.

11:46
11.11.2020
Die Zahlen der Corona-Toten und der Neuinfektionen im Iran haben neue Höchstwerte erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben binnen eines Tages 462 Patienten. Im gleichen Zeitraum wurden 11.780 Neuinfektionen registriert. Damit liege die Gesamtzahl der Corona-Toten im Land aktuell bei fast 40.000, die der Infizierten bei über 700.000, so Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen. 
Die Fallzahlen dürften jedoch mehr als doppelt so hoch sein wie angegeben, weil es im Iran laut Gesundheitsexperten noch zu wenige Testmöglichkeiten gibt. Nun will die Ministerin für Gesundheit die Corona-Tests von 25.000 auf 100.000 pro Tag erhöhen. Experten aber sind der Auffassung, dass für eine Bevölkerung von mehr als 82 Millionen Menschen mindestens 200.000 Tests am Tag erforderlich seien, um an die wahren Fallzahlen zu kommen.

Ein Friedhofsarbeiter bereitet neue Gräber auf dem Friedhof Behesht-e-Zahra am Rande der iranischen Hauptstadt Teheran vor. Foto: Ebrahim Noroozi/AP/dpa