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Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Foto: Kay Nietfeld/dpa

In Zukunft drohen nach Überzeugung von Forschern noch viel verheerendere Pandemien als Corona - es sei denn, die Menschheit stellt sich fundamental um.

18:12
29.10.2020
Wie alle Pandemien werde auch die derzeitige angetrieben durch menschliche Aktivität, betonten 22 Experten in einem Bericht für den Weltbiodiversitätsrat IPBES. Geschätzt werde, dass derzeit noch 1,7 Millionen unentdeckte Viren in Säugetieren und Vögeln existierten - von denen bis zu 850.000 die Fähigkeit haben könnten, Menschen zu infizieren.
Es wird davon ausgegangen, dass der Covid-19-Erreger auf einem Wildtiermarkt in Wuhan in China auf den Menschen übergesprungen ist. Um zu verhindern, dass sich so etwas wiederhole, müssten die Menschen nach Überzeugung der Forscher ihr Verhalten ändern - das gleiche Verhalten, das den Klimawandel verursache und die Artenvielfalt in schnellem Tempo verringere. Dazu gehöre die Zerstörung von Lebensräumen und Ökosystemen etwa für die Ausweitung und Intensivierung der Landwirtschaft sowie nicht nachhaltige Arten von Produktion, Handel und Konsum.
All das führe zu verstärktem Kontakt zwischen Wildtieren, Nutztieren, Krankheitserregern und Menschen. Eigentlich sei die Botschaft des Berichts sehr positiv, betont der am Bericht beteiligte Zoologe Peter Daszak. Sie laute, dass die Menschen Pandemien verhindern könnten.

Holzlager im brasilianischen Regenwald. Foto: Eraldo Peres/AP/dpa