Letztes Update:
20210102013048
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

09:33
29.10.2020
Bei den Maßnahmen gegen eine unkontrollierte Virus-Ausbreitung fehlt dem Epidemiologen Gérard Krause ein Bekenntnis zum Schutz von Menschen mit höherem Risiko. Er sehe kein klares Statement mit Maßnahmen unterfüttert, wie Mitmenschen geschützt werden sollen, die ein hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Verlauf haben, sagt Krause der Deutschen Presse-Agentur.

Es gebe einige Punkte, die sicherlich vernünftig und positiv seien, das Fehlen dieses Aspekts bereite ihm aber Sorgen, sagte der Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig.

09:21
29.10.2020
Die Zeit der Corona-Einschränkungen im November sollte nach Ansicht des Bremer Epidemiologen Hajo Zeeb genutzt werden, um neue Konzepte zum Umgang mit der Pandemie zu erarbeiten. "Wir sind noch früh im Herbst", so der Professor am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) in Bremen. 
Es sei gut, dass die neuen Maßnahmen auf einen Monat begrenzt seien. Aber selbst wenn es gelinge, den Anstieg der Infektionen zu bremsen, sei die Pandemie nicht vorbei. Sie laufe auf niedrigerem Niveau weiter mit dem Risiko, dass die Zahlen erneut steigen. "Wir sollten nicht in eine Situation kommen, dass wir alle vier Wochen entscheiden müssen, ob wir wieder einen Lockdown brauchen", erklärt Zeeb der Deutschen Presse-Agentur.