Letztes Update:
20210102013048

15:47
07.09.2020

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble reagiert auf die Idee einer Gedenkstunde für die Corona-Opfer zurückhaltend. "Den angekündigten Gesprächen will ich in der Öffentlichkeit nicht vorgreifen", sagt Schäuble dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der CDU-Politiker sei sich aber sicher, dass sich die Verfassungsorgane darüber verständigen könnten - "wenn die Anregung des Bundespräsidenten im Zusammenwirken mit der Bundesregierung erst einmal konkretisiert wurde".

Gesundheitsminister Jens Spahn begrüßt diese Überlegungen. Grundsätzlich könne er es "nur richtig finden", dass "wir miteinander als Nation, als Gesellschaft" den Corona-Opfern gedenken, so Spahn bei "Bild live"Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte zuvor eine offizielle Gedenkstunde ins Gespräch gebracht.

Die Bundesregierung hatte erst kürzlich die Reisewarnung für Touristen wegen der Pandemie für mehr als 160 Länder außerhalb der EU bis zum 14. September verlängert. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

15:14
07.09.2020

Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft fordern die Bundesregierung zu einem Kurswechsel bei Beschränkungen von Auslandsreisen aufgefordert. Die verlängerten und ausgeweiteten Einschränkungen hätten vielfältige negative wirtschaftliche Auswirkungen, die weit über den Tourismus hinausgingen, heißt es in einem gemeinsamen Papier von unter anderem DIHK und BDA, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Es müsse zu einer "verhältnismäßigen" Strategie kommen.

Der weltweite Handel und Warenaustausch sowie die Investitionstätigkeit werde empfindlich getroffen. So könnten exportorientierte Unternehmen aufgrund vieler Grenzschließungen und Quarantänemaßnahmen oftmals ihre Manager, Techniker, Monteure oder Vertriebsmitarbeiter nicht zu ihren ausländischen Kunden oder Lieferanten entsenden. Außerdem fielen internationale Fachmessen aus. Dadurch fehlten neue Aufträge.