Schulschließungen im Kampf gegen Corona sollten nach einer Empfehlung des europäischen Seuchenzentrums ECDC so weit wie möglich vermieden werden. Sie sollten nur "das letzte Mittel" sein, so die ECDC-Direktorin Andrea Ammon bei einer Anhörung des Europaparlaments.Ammon räumt ein, dass die Rolle von Kindern bei der Verbreitung des Virus immer noch nicht eindeutig geklärt sei. Doch machten Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren seit Monaten weniger als fünf Prozent der diagnostizierten Fälle der Krankheit Covid-19 aus.
Auch habe sich kein Anstieg der Fallzahlen in EU-Staaten gezeigt, die ihre Schulen früh unter Beachtung von besonderer Hygiene geöffnet hätten. Umgekehrt sei jedoch klar, dass die Schließung von Schulen das Wohlbefinden von Kindern beeinträchtige und ihre Bildung behindere.