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Foto: Jakob Gruber/APA/dpa

06:26
26.08.2020
Zur Rolle des österreichischen Touristenorts Ischgl bei der Verbreitung des Coronavirus zeichnen sich erste Muster-Prozesse ab. Er werde Ende September erste Klagen von Opfern auf Schadenersatz und Anerkennung von Folgeschäden beim Landgericht Wien einbringen, kündigt der österreichische Verbraucherschützer Peter Kolba an. Darunter seien auch Fälle von Deutschen, die entweder durch die Erkrankung gestorben seien oder wie im Fall eines Mannes aus dem Rheinland nach langem Aufenthalt auf der Intensivstation mit Folgeschäden zu kämpfen hätten.
"In einzelnen Fällen geht es um 100.000 Euro", sagt Kolba der Deutschen Presse-Agentur. Nach seiner Darstellung haben die Verantwortlichen zu spät und nicht umfassend genug auf den Ausbruch der Corona-Krise reagiert. Von dem für seine Après-Ski-Szene bekannten Ischgl aus sei das Virus in 45 Staaten getragen worden. Mehr als 6000 Tirol-Urlauber, davon viele Deutsche, haben sich inzwischen bei Kolba als Geschädigte gemeldet.

02:19
26.08.2020
Soziale Dienstleister wie Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sollen weiter vor existenzbedrohenden Problemen wegen Einschränkungen in der Corona-Krise geschützt werden. Union und SPD beschlossen dazu im Koalitionsausschuss eine Verlängerung von Regeln zum Erhalt der Einrichtungen. Betroffen sind etwa auch Versorgungs- und Rehabilitationseinrichtungen, Einrichtungen der Arbeitsförderung und Anbieter von Sprachkursen.
Die Träger sollen durch das Sozialdienstleister-Einsatzgesetz, das nun bis 31. Dezember 2020 gelten soll, Zahlungen an die sozialen Dienstleister und Einrichtungen leisten - und zwar unabhängig davon, ob diese ihre ursprünglich vereinbarte Leistung tatsächlich erbringen.