Letztes Update:
20210102013048

16:48
25.08.2020
700 Menschen in Schweden haben nach einem Corona-Test ein falsches Ergebnis bekommen. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilen, wurden alle positiv auf das Virus getestet, obwohl sie nicht wirklich infiziert waren. Schwedens Corona-Statistik werde sich dadurch ändern. Bei den Betroffenen handele es sich vor allem um Personen mit milden Symptomen, die selbst einen sogenannten PCR-Test angewendet hatten. Der Fehler sei in zwei Labors festgestellt worden, die die kommerziellen Schnelltests aus China analysierten. Rückblickend wurde festgestellt, dass sie nicht zwischen niedrigen Viruskonzentrationen und negativen Proben unterscheiden konnten. Die Leistungen des Tests seien einfach zu schlecht, heißt es bei einer Pressekonferenz. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden waren in Schweden rund 86.900 Infizierte und 5814 Todesfälle registriert.

Foto: Andreas Arnold/dpa

16:24
25.08.2020
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer spricht sich für bundesweit vergleichbarere Regelungen in der Pandemie aus. "Wir brauchen in grundsätzlichen Fragen mehr Einheitlichkeit", sagt sie zwei Tage vor der Videokonferenz der Länderregierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das betreffe auch Bußgelder, vor allem wenn die Sachverhalte länderübergreifend seien. "Das sorgt für mehr Klarheit in der Bevölkerung und damit auch für ein größeres Verständnis und für mehr Akzeptanz", sagt Dreyer. Gerade mit Blick auf den Herbst sei eine "abgestimmte und effektive Teststrategie" nötig, die die Frage nach Quarantäne für Rückkehrer aus Risikogebieten umfasse.

15:56
25.08.2020
Die Labore in Deutschland fordern wegen zunehmender Belastung durch Corona-Tests schnellstmögliche Neuregelungen bei Tests für Reiserückkehrer. Eine Anpassung der Teststrategie für Rückkehrer, wie in der Schaltkonferenz der Landesgesundheitsminister mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angekündigt, sei dringend erforderlich, teilt der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) mit. Es reiche nicht, das Ende der Sommerferien abzuwarten, sagt der Verbandsvorsitzende Michael Müller. Nach ALM-Angaben gab es in der vergangenen Woche erneut einen "drastischen Anstieg" bei den Tests. Es seien 17 Prozent mehr Tests durchgeführt worden als in der Vorwoche - insgesamt 889.815. Die "maximale kurzfristig verfügbare Testkapazität" für die laufende Woche wird mit knapp 1,1 Millionen angegeben. "Wir können diesen Druck aufs System nicht länger aushalten und unsere engagierten und seit Monaten an der Leistungsgrenze arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht weiter überlasten", sagt ALM-Vorstand Jan Kramer.